Mama sorgt für sich

Dein Podcast für innere Stärke & ein entspanntes Mama-Sein

S2E8 Ruhig, verwurzelt, resilient - skandinavisches Familienleben aus erster Hand Teil 2

22.10.2026 53 min

Zusammenfassung & Show Notes

Nordische Gelassenheit ist mehr als Deko, heißer Tee & Kuscheldecke

Anna Hupe hat mehrere Jahre mit ihrer Familie in Finnland gelebt und zwar mittendrin: mit Alltag, mit Kindern, mit langen Wintern und einer Art zu leben, die sie bis heute prägt. Mittlerweile lebt & arbeitet Anna  in Bayern als Naturcoach und begleitet Familien mit einem geerdeten, ganzheitlichen Blick – und lebt das Nordische ganz bewusst in ihrem Arbeits- & Familienalltag.

In unserem Gespräch sprechen wir darüber, was hinter der nordischen Lebensweise wirklich steckt, jenseits von oberflächlichen Klischees. Über Sisu, diese stille finnische Kraft, die nicht kämpft, sondern hält. Über Gemeinschaft, die Bedeutung von Natur und die Frage, wie wir uns vom skandinavischen Lebensstil inspirieren lassen können.

Nicht im Sinne von „Die machen alles besser”. Sondern: "Was ist möglich, wenn wir den Blick weiten?"

Mehr von Anna:
🌿 www.annahupe.de

Hygge-Herbst
Im November lade ich dich ein zu drei gemütlichen Abenden, an denen wir gemeinsam innehalten und nachspüren – ganz im Geist dieser nordischen Wärme. 
Der „Hygge-Herbst” ist mein kleines Angebot für graue Novembertage, an denen wir nicht auf den nächsten großen Moment warten müssen.

Und wer noch ein bisschen in die finnische Sprache reinlauschen will - Annas Empfehlung: finnischen Kinderlieder hören:
https://www.youtube.com/@Kielinuppu
https://www.youtube.com/@Mimmitmusic
https://www.youtube.com/channel/UCCYq5H3ViU2PmZqlcq4CxSQ


Lass uns gemeinsam weitergehen

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Ich teile immer freitags aktuelle Gedanken, persönliche Einblicke und Inspirationen, die dich auf deinem eigenen Entwicklungsweg der friedvollen Elternschaft bereichern sollen.
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Transkript

Julia: Es gibt Momente, da hältst du inne. Mitten in deinem Mamaalltag, mitten im Lärm und etwas in dir fragt leise: Geht das auch anders? Hallo, ich bin Julia, selbst zweifache Mama, Coach für friedvolle Elternschaft und deine Begleiterin in diesem Podcast. "Friedvolle Elternschaft", das klingt vielleicht nach einem Ziel, das du noch vor dir hast. Aber ich glaube, es beginnt nicht damit, wie du mit deinen Kindern umgehst, sondern es beginnt damit, wie du mit dir umgehst. Genau das ist der rote Faden in dieser Podcast-Staffel. Wir beginnen dort, wo alles beginnt: in deinem Körper, in deinem Nervensystem, in dem, was dich trägt oder erschöpft. Und von dort aus schauen wir gemeinsam nach außen auf die Rollen, die du ausfüllst, auf die Welt, in der du Mutter bist, auf das, was friedvolle Elternschaft wirklich bedeutet. Nicht mit der Perfektion als Ziel, sondern als eine Haltung für dich und deine Lieblingsmenschen. Ich freue mich, dass du dabei bist. Lass uns in die neue Folge starten. Ja, heute folgt hier der zweite Teil des Gesprächs mit Anna. Wenn du also die letzte Folge nicht gehört hast, dann starte doch gerne dort. Und ja, für alle anderen fröhliches Weiterhören. Anna: In Finnland gab's zum Beispiel 'n ganz schöne Sache, ähm, da haben wir immer mal gedacht, ob wir das mal hier in Deutschland irgendwie organisieren für Kinder. Das war der Wichtelwald, Tonttu Metsä. Und, ähm, und da sind dann Kinder als Wichtel verkleidet und haben dann so kleine Laternchen und Bimmelchen oder Glöckchen dabei und, ähm, und dann ist so 'n Weg durch den Wald, also bestenfalls 'n kleiner Rundweg, ähm, der ist dann mit, ähm, mit Kerzen beleuchtet und, äh, und da gehen die Familien dann entlang und, und sehen dann immer, wie die Wichtel da irgendwo zwischen den Felsen oder Bäumen hin und her hüpfen. Und am Ende steht dann der Briefkasten für den Weihnachtsmann, weil der kommt ja aus Finnland. Das Ro…, also in Rovaniemi war, haben wir ihn mal besucht, aber der kommt eigentlich aus der Korvatunturi in Finnland. Genau. Und, ähm, ja, das ist also tatsächlich so was. Oder wenn wir im Wald sind oder wir haben, ähm, wenn wir Feuer machen, das dann über dem Feuer, ähm, wir haben so, so, ähm, was sind das denn? So Teleskop-, äh, Würstchenspieße. Ähm, genau, wo dann, äh, die, die, ähm, wo wir vorne Würstchen dran machen können, dann überm Feuer oder Käse überm Feuer dann grillen können, weil das eigentlich zu jedem Ausflug in Finnland, also zu jedem, ähm, kleinen Spazier- oder Wanderausflug in der Natur dazugehört. Das macht man eigentlich in Finnland auch fast jedes Wochenende, dass die Familien in die Natur gehen mit den Kindern oder viele Familien. Und, äh, und da sind dann überall so kleine Grillplätze. Da ist dann auch Feuerholz. Man muss nix mitnehmen in der Regel, also meistens zumindest. Und, äh, die sind alle schön gepflegt immer und, und da grillen dann, grillt man dann einfach. Also das ganze Jahr über, auch im Winter, mitten im Winter wird, werden da Würstchen gegrillt und, äh, und da unterhält man sich dann mit den anderen oder auch nicht. Also, aber das ist total nett. Also wir hatten da schon ganz oft ganz wunderbare Begegnungen an diesen Feuerstellen mit, mit Finnen. Mhm. Und das ist auch so was, was, ja, was, was, wenn wir dann im Garten oder so mal 'n Feuer machen, was die Kinder dann, dann wollen. Ja. Ja. Julia: Also so 'n paar, ja, schöne Rituale, ne. Es hat alles, äh, auch so, ne, dieses, dieses Feiern des Lebens irgendwie, ne, oder dem, dem Leben so 'n Rhythmus geben mit: Ja, das machen wir und am Wochenende, ne, ähm, auch so regelmäßig, ne. Also das ist so wirklich, ja, ganz, ganz prägend, äh, so hör ich das raus, ne, äh, für das Leben dort. Und ja, das ist natürlich was Schönes, was man dann auch mitnehmen kann so. Ja. Anna: Ja, und die Saunazeit ist für die Kinder immer großartig, weil da, also das ist so, ähm, tatsächlich, wo auch die tiefsten Gespräche stattfinden. Mhm. Irgendwie meistens bleib ich irgendwann übrig mit einem Kind und da geht's noch mal tiefer dann irgendwie. Und da erfahr ich Dinge, die erfahr ich die ganze Woche nicht über sie. Also wo wirklich Ja, also wir ganz tief ins Gespräch kommen. Das ist ganz schön, find ich immer. Mhm. Julia: Ja, spannend. Das hatt ich auch mal gesehen tatsächlich in 'nem Filmbericht so, dass, äh, finnisches Saunieren irgendwie ganz anders ist als deutsches Saunieren, ne. Anna: Tatsächlich so. Also, äh, also man erzählt sich was in der Sauna. Es ist nicht so heiß in der Regel. Also oder wir haben sie zum Beispiel nicht so heiß, wie's tatsächlich in Deutschland oft ist. Ähm, wir heizen eher, indem wir immer mal wieder 'n Aufguss machen und also einen, äh, Aufgussmeister, so was gibt's in Finnland nicht. Da müssen die immer drüber lachen. Also die Finnen machen sich sowieso 'n bisschen lustig über die deutschen Regeln und, ähm, vor allem wenn dann finnische Sauna dran steht und dann direkt die Regeln daneben, wo die sagen: „Also die haben's aber nicht verstanden." Weil da auch in der Sauna geht's im Prinzip darum, dass jeder für sich spürt, was tut mir denn gut? Wie lange möcht ich drinbleiben? Wie kurz und was sagt mir mein Körper dazu? Und nicht, äh, „Oh Mann, ich muss diese- Sagt Julia: die Sanduhr. Anna: Oh, drei Minuten muss ich noch schaffen und es fühlt sich aber gar nicht mehr gut an. Aber auch da bin ich wieder in diesem, ich muss mich an die Regeln halten irgendwie. Und, ähm, und ich hab, also ja, das find ich auch so was ganz Schönes, weil du bist wirklich in der Sauna, in diesem ich bin und ich kann. Und, ähm, und jeder darf Aufguss machen, wann er möchte und auch die Kinder werfen drauf und, äh, und das ist also ganz, also ganz schönes Miteinander. Wir waren mal, weiß ich noch, auf 'nem finnischen, ähm, Campingplatz und dann kriegten die mit, dass wir, äh, Deutsche waren in der Sauna. Also da sind dann immer Saunen dann auch und die Riesensaunen dann auch. Da sind dann 30 Leute oder so was drin. Und, ähm, und dann, äh, ja, und dann haben wir uns unterhalten, was wir denn gerne mögen in Finnland und dann sagten die Kinder, äh, finnische Weihnachtslieder und dann welches denn das Lieblingsweihnachtslied ist. Und dann sagte unser Jüngster, der war da drei, glaub ich, Joulupuu on rakennettu, der Weihnachtsbaum ist aufgebaut. Und dann fing die ganze Sauna, alle fingen an, dieses Lied zu singen, mitten im Sommer. Das war so schön. Also so ganz, so rührende Momente, ja, die ich da erlebt habe, irgendwie so ganz, ja, ganz verbindend da auch irgendwie, wo man gleich so 'n Teil der Gemeinschaft einfach war, ohne dann aber auch die Verpflichtung zu haben, irgendwie was, 'ne Gegenleistung zu bringen oder so, sondern einfach diesen Moment zu genießen miteinander und dann kann man wieder auseinandergehen und es einfach im Herzen behalten. Und ja, das also hat mich oft ganz gerührt, was da Ja, so mit den Finnen einfach möglich ist oder mich entlastet zum Beispiel total, dass meine finnischen Freundinnen, dass ich mich da echt… Also wir waren jetzt dieses Jahr in Finnland und wir haben eine Familie, Julia: mit der wir sonst Anna: eng verbunden waren, aber irgendwie, ähm, über, über Handy oder so passt das irgendwie nicht mit denen, weil, weiß ich nicht, ist beides nicht unser Medium, damit, äh, in Kontakt zu bleiben. Und dann hatten wir uns dieses Jahr erst wieder gemeldet und dann haben die uns sofort eingeladen und da war null Vorwurf, dass wir uns so lange nicht gemeldet haben und nichts, sondern es war einfach wieder so wie, wie vor sechs Jahren, als hätten wir keine Pause dazwischen gehabt und das war so schön, einfach zu merken, dass da nicht, da ist keine Erwartungshaltung, sondern es ist einfach 'ne Freude am, wenn man sich dann sieht irgendwie. Das find ich sehr entlastend. Julia: So, so gegenwartsorientiert hab ich jetzt so rausgehört, ne. Also wenn dann ein Kind in der Sauna sich 'n Weihnachtslied wünscht, dann singen wir ein Weihnachtslied, auch wenn Sommer ist. Oder wenn ihr kommt, wenn ihr im Urlaub da seid, dann begegnet ihr euch. Dann, ne, und das zählt der Moment so, ne. Und die Verbindung und das, was in diesem Moment da ist und entsteht, ja, auch ohne dieses Gefühl von Verpflichtung im Nachhinein oder irgendwie, sondern der Moment zählt. Oder wenn man sich, ja, gar nicht kannte, aber an dieser Feuerstelle, äh, begegnet ist und 'ne Zeit, 'ne schöne Zeit miteinander hatte, aber man muss jetzt nicht Telefonnummern tauschen und hinterher im Kontakt bleiben oder irgendwie so, ne. Anna: Ja, ja. Julia: Ja. Anna: Und das find ich echt was richtig, ähm, richtig tief Schönes. Also so Diese, ja eben diese tiefen Begegnungen, die sein können und aber auch nicht müssen irgendwie. Also es ganz viel, ja darf einfach sein, ohne, ohne dass was muss. Mhm. Ja. Julia: Spannend, weil ich find, das ist, also das macht ja so irgendwie gefühlt diesen Kontrast aus zu dem, was wir, ja, in Deutschland und ich würde sagen, in vielen anderen europäischen Ländern auch haben, so diese Schnelligkeit des Alltags, die Technisierung, die, ne, schnelle Kommunikation, unsensibel miteinander so, ne, hier. Aber irgendwie, also ich mein, das moderne Leben ist in Finnland ja wahrscheinlich schon auch angekommen so. Also wie hast Du das so wahrgenommen so? Spielt das gut miteinander zusammen oder, ähm, gibt's da auch irgendwie Ablehnung? Also so sind sie sehr verhaftet und sagen: „Das ist uns alles so wichtig. Dem begegnen wir allen mit Vorsicht, mit dem, was sich so an der Geschwindigkeit der Welt, sag ich mal, äh, da so verändert." Anna: Ja, da sind die schon auch neugierig und die holen sich, also die sind ja auch, ähm, sehr modern von der Technik her. Also ich weiß, damals als wir da waren, hatte der Kindergarten schon 'ne Buchungsapp für die Buchungszeiten und, äh, und da lief auch alles über diese App irgendwie mit dem Kindergarten. Da gab's hier in Deutschland, äh, also weiß ich nicht, da hab ich hier in Deutschland noch nix von Apps irgendwie groß gehört irgendwie, ne. Also das war echt, ähm, ja, da sind die schon, schon sehr technikaffin und sehr modern und, ähm, und ja, auch um, um vieles effektiver für sich zu gestalten. Also grade das ist den Finnen irgendwie schon auch wichtig, möglichst viel Freizeit auch zu haben. Ähm, und ich glaube aber, was die Finnen einfach gut schaffen, ist, dass sie beides haben, dass sie dieses technikaffine haben und dieses, boah, das interessiert uns total, äh, auch auf Social Media unterwegs zu sein oder keine Ahnung, ähm, äh, online viel zu sein und gleichzeitig haben sie aber diese Zeiten, wo absolut diese Offline-Zeiten sind, in der Natur oder, ähm, im, in der Sauna und, ähm, und dann auch wirklich diese totale Ruhe auch einkehrt irgendwie. Also sie, sie wirklich, äh, sehr, ähm, ja, einfach dieses im Moment sein genießen und, ähm, Reize rausnehmen und, äh, ja, einfach abtauchen. Also das, das glaub ich, ist so vielleicht das, was sie manchmal mehr hinkriegen, weil's einfach so, so üblich auch ist, irgendwie in die Natur zu gehen und, ähm, und das irgendwie wie zum Alltag dazugehört, diese. Also auch im Winter zum Beispiel sind die Waldwege, ähm, beleuchtet oder die Schlittenhänge, ähm, hast du Flutlicht dran, damit das jederzeit auch möglich ist. Und, ähm, oder die auf den Seen, wenn die zugefroren sind, da gab's einen so 'n See, ganz schön. Da gibt's diese, ich weiß nicht, ob du die aus Astrid Lindgren Büchern kennst, diese Schlitten, die so Kufen, so lange Kufen drunter haben, wo die Kinder hinten draufstehen können und den Berg runter. Und die machen's, also das ist, es macht so einen Spaß, mit diesen Schlitten über 'n zugefrorenen See zu heizen. Da gibt's so 'n See eben, äh, und da sind ganz viele von diesen bunten Schlitten, die kann man sich dann einfach da ausleihen und so 'n Schlitten, der kostet echt 150 Euro oder so, die stehen da einfach. Also die könnte man auch jederzeit mitnehmen. Die sind nicht angeschlossen oder so. Jeder darf sich einen nehmen, dann über den, äh, über den, äh, See und dann wieder da hinstellen. Und die verschwinden auch nicht sonst irgendwo und liegen dann hier kreuz und quer auf dem See rum, sondern die sind an dieser einen Stelle und da kommen sie auch wieder hin. Und das find ich auch so was total Schönes irgendwie, dass da, ähm, ja, einfach so was möglich ist irgendwie und, ähm, und dass auch so was, ja, so 'n schönes Aus-Ausflugsziel, was auch kostenfrei wieder ist. Also es gibt viele schöne Sachen, die man kostenfrei machen kann, einfach in der Natur auch in Finnland. Julia: Ja, und wenn, wenn das so etabliert ist, ne, dass Zeit in der Natur verbringen einfach so ein, ein fester Bestandteil von allem auch ist, ne, dann liegt es ja auch irgendwie nah, ne, dass, dass dann da Dinge möglich werden, ne. Und, äh, ja, also, aber ja, es hat, hat auch wieder was mit Vertrauen zu tun, ne. So dieses, äh, ich geh davon aus, ne, wir wollen's uns hier miteinander schön machen, ne. So die, dieses eigene Bedürfnisse. Ich, ähm, mir fällt jetzt natürlich der Begriff nicht ein, aber es gibt, äh, das im Dänischen auch. So dieses, dass die Gemeinschaft halt einfach mehr zählt und dieses Egoistische für sich irgendwie Dinge rauszunehmen, das, das hat keinen Wert. So, das, das ist, das verstehen die auch gar nicht irgendwie, sondern dass, ähm, dass immer die Gemeinschaft irgendwie im Vordergrund auch steht und dieses dem anderen was Gutes auch zu wollen oder so. Nicht so dieses: Kriege ich hier auch das, was mir alles zusteht, so, ne. Das, ähm, scheint auch dem so'n bisschen mitzuschwingen so, ne. Anna: Genau, also das hab ich oft so gemerkt, ähm, grade auch bei diesen Umsonstangeboten. Im Sommer sind da verschiedene, ähm, äh, Sommerangebote, ähm, wo von der Kirchengemeinde oder auch von den, ähm, von den offenen Kindergärten. Und da gibt's dann auch immer wieder zum Beispiel, dass da Pfannkuchen überm Feuer gebraten werden. Und ins, ähm, bei den Finnen ist so ganz klar, die genießen, die Kinder genießen dann einen Pfannkuchen, ähm, oder ein Stockbrot und dann ist auch irgendwie, ja, dann haben sie ihr, ihr, ihr Highlight irgendwie sozusagen gehabt. Und, ähm, und, und da hab ich schon gemerkt, dass, dass, ja, dass da auch so'n kultureller Unterschied ist. So: "Ah, guck mal, gibt's doch umsonst. Komm, na hol dir noch einen und noch einen", irgendwie. Ähm, aus, also wenn ich dann die anderen Kulturen gesehen hab, die da unterwegs waren, unter anderem wir Deutschen, ähm, wo das eben nicht so selbstverständlich ist, eben zu gucken, dass jeder auch was kriegt und dass man sich nur 'n Teil nimmt. Und ich find's so spannend, weil das auch tatsächlich in der Sprache, in der Grammatik in Finnland ver-verhaftet ist. Da gibt's den Fall Partitivi und das ist der Fall, wo's, wo man nur einen Teil vom Ganzen nimmt. Und, und das find ich von, ja, 'n ganz spannenden Fall, der auch so über die Lebensphilosophie der Finnen so viel aussagt, weil die so irgendwie bescheiden sind. Und zum Beispiel nutzen sie den Partitivi, wenn sie sagen, ähm, ich möchte 'n, also 'ne Tasse Tee, dann sagen sie: "Ich möchte ein bisschen Tee", damit sozusagen oder einen Teil von dem, den du da hast. Und aber auch, wenn sie sagen: "Ich, äh, ich liebe dich", dann nehmen sie auch den Partitiv, weil sie sagen: "Ich liebe das von dir, was ich kenne oder so, wie ich dich sehe, aber ich weiß ja nie, wer du alles noch bist", irgendwie. Auch so da in dieser Bescheidenheit oder in dieser Ja, ähm, auch in, in diesem Bewusstsein ja, dass, ne, das, was ich so sagen kann, ähm, ne, das liebe ich halt. Oder ich spreche Finnisch, sagen sie auch immer nur im Partitiv, weil sie für sich ganz klar haben, ich werde nicht alle finnischen Wörter, vielleicht gibt's welche, die ich gar nicht kenne. Oder, ne? Oder, also das find ich schon, find ich schon echt, ähm, das hat eben so was, ah ja, tatsächlich so was Bescheidenes oder Demütiges, find ich. Julia: Demütig, ne? Ja. Anna: Vor dieser Größe, die's einfach, die jeder einzelne Mensch mitbringt oder jedes einzelne Wesen mit seiner Geschichte. Also dass sie da, ähm, für sich immer sagen: „Ich, ich kann das doch nie beurteilen, auch viele Dinge, weil ich doch gar nicht genug weiß. Ich weiß immer nur einen Teil." Und das find ich Auch so schön oder ich weiß noch, wie ich in Finnland mal, ähm, da kam von hinten so 'n Auto angerast und ich weiß, dass da bei mir dann gleich so: „Oh, dieser Raser, der will mich jetzt von der Straße drängen", oder so. Bei mir ging gleich das Nervensystem hoch und meine finnische Freundin saß neben mir und sagt: „Oh, fahr mal am besten rechts ran, der hat's total eilig. Der hat bestimmt irgendwas Wichtiges." Wo ich dachte: „Ja", und diese Einstellung haben die Finnen, dass dieses immer, ja dem anderen irgendwie was Gutes zu unterstellen oder zu gucken, ähm, ja, dass der, dass der seinen, einen guten Grund dafür hat, dass er sich grade so verhält, wie er sich verhält. Und das entspannt so sehr. Das merke ich schon, dass ich diese Haltung schon auch, ähm, mitgenommen habe oder zumindest immer versuche, wieder auszugraben, wenn ich merke, dass ich doch schnell in einem Urteil oder in einer Bewertung bin, dass ich da noch mal zurücktrete und denke: „Was würde jetzt, äh, meine finnische Freundin zum Beispiel sagen oder die Finnen? Wie würden die da dran gehen?" Und ja, und das hat mich auch oft berührt, wie, ja, wie offen ich ja auch empfangen wurde und mit wie viel Wohlwollen und Vertrauen, ähm, die Finnen mich behandelt haben. Ich hab zum Beispiel mal, hab ich mal meine Noten vergessen im Konzerthaus. Also wir hatten da, ähm, 'n Konzert gehabt und, ähm, also es war ein kleines Konzerthaus, aber ja, auf jeden Fall bin ich dann zur Touristinfo und, ähm, hab gefragt, ähm, wann da vielleicht das die nächste Veranstaltung wär, damit ich da gucken könnte, ob da meine Noten liegen. Da sagten sie: „Wieso? Das ist doch direkt hier über der Straße, kannst du doch eben hingeben. Wir geben dir eben den Schlüssel." Und dann hab ich gesagt: „Okay", sag ich. Dann gaben sie mir den Schlüssel und dann hab ich, stand ich da noch und da sagten sie: „Haben Sie noch 'ne Frage?" Sag ich: „Ja, wollen Sie nicht irgendwie 'ne Unterschrift von mir jetzt oder meinen Ausweis?" Und da guckte die mich an und sagte: „Wieso? Sie kommen doch gleich wieder." Und das war, dacht ich: „Wow." Also das hat mich so berührt, weil ich mein, in diesem Haus, da waren sonst was für Anlagen auch. Und, äh, also überhaupt, also wo ich dachte, ja, das, also das hat mich echt angerührt, dass sie mir so viel vertraut, dass ich da eben hingehe. Ich mein, natürlich hab ich das auch so gemacht, aber, aber es war für mich tatsächlich was Besonderes in dem Moment. Julia: Ja, auf jeden Fall, ne. Also da würde man ja wirklich in Deutschland denken so: „Nee, das, äh, wird hier nicht passieren", so, ne. Oder merkt man ja dann, ne, an dem, wie man- Anna: Nicht mal Einheimische oder so, ne. Also da wird ja auch, wenn ich denke, wie viel Misstrauen oft, äh, hier in Deutschland Ausländern entgegengebracht wird und, ähm, und ich war da auch Ausländerin. Ich sprach die, äh, ich hab die Sprache nicht fließend gesprochen und, ähm, war also deutlich nicht von da. Aber ja. Julia: Ja, es ist, ist also bewundernswert irgendwie, würde man sagen, ne, wenn man so das, ja, in unserem Kontext ja sich da schwer mit tut und gleichzeitig, ähm, find ich schon spannend an der Idee, wenn man es täte. Anna: Mhm. Julia: Also wie wäre dann wirklich auch die Reaktion, ne? Also wenn, wenn 'n Mensch gleich von der ersten Begegnung an so 'n Vertrauen entgegengebracht bekommt, würde er's dann wirklich misstrauen, äh, äh, missbrauchen? Anna: Ja, ja, das stimmt. Das ist auch noch die Frage. Genau. Ja. Julia: Ich mein, in der Regel, ne, hat man dann schon viele Vorerfahrungen mit anderen Menschen gemacht und so, ne. Dann kann es schon wieder 'n bisschen getrübt sein, aber trotzdem so mit dieser Idee, selber im Leben irgendwie, ja, diesen, diesen Vertrauensvorschuss zu geben und dann auch wahrscheinlich doch zu erleben, dass das dann auch, ja, also weil, weil es dann vielleicht auch so 'n Überraschungsmoment ist. „Hach, okay, das vertraut sie mir jetzt an. Ja gut, dann werd ich wohl auch gut damit umgehen", so, ne. Anna: Ja. Ja, weil es wirklich ja auch 'n Geschenk ist, was ich in dem Moment krieg, irgendwie was Besonderes. Und in Finnland ist tatsächlich die Kriminalitätsrate eine der, ich glaub sogar mit die niedrigste in Europa. Also da, selbst wenn du irgendwo dein Portemonnaie verlierst oder so, dass, äh, und du gehst da wieder hin, dann liegt das da noch oder es ist irgendwo abgegeben. Das würde keiner also einfach mitnehmen irgendwie. Mhm. Julia: Das hatte ich, wir waren im Sommer waren wir auf Island und das hatte ich da auch gelesen, ne. Also da ist auch 'ne super niedrige, ähm, Kriminalitätsrate und, ähm, ja, so wie wir das erlebt haben, wir waren mit unserem Camper unterwegs auf Campingplätzen und wie auch da das läuft auf Vertrauensbasis, dass die Leute da ihre Stellplatzgebühr bezahlen und so was, ne. Also das, ähm, ja, ist schon wirklich faszinierend so, was, was dann so auch die Folgen dessen dann ja auch wirklich sind so und die, ja, andere Menschen aus anderen Ländern richtig, ja, überraschen dann so, ne. Und man sich fragt so: „Kann das wirklich gehen?" So. Und das ist ja dann schon auch die Frage, so: Was davon kann man auch mitnehmen, ne? Also jetzt habt ihr's ja so wirklich gehabt, so dieses, okay, wir haben da einige Zeit gelebt so und jetzt kommen wir ja mit dieser Erfahrung nach Deutschland und merken auf der einen Seite, ja, äh, um uns herum ist 'ne hohe Anspannung, da ist Druck da oder, ne. Und da fehlen diese Werte teilweise und dann trotzdem so zu, zu überlegen, okay, wie lasse ich es trotzdem einfließen, ne? Also welchen Teil, wo, ähm, lasse ich es auch über die Familie hinaus? Du hast ja vorhin schon gesagt, so mit den Ritualen, die ihr für euch zelebriert und so, ne. Aber wa-was würdest du sagen, wo hast du oder wo kriegst du's auch vielleicht gespiegelt dann aus deinem deutschen Umfeld hier so? Ach Mensch, das ist ja mal so ganz anders bei dir oder und aber auch angenehm wahrscheinlich, ne. Aber dass es auffällt, dass es anders ist. Hast Anna: du da Julia: noch 'n paar Beobachtungen? Anna: Mhm. Also ich krieg immer wieder gesagt, dass ich irgendwie angenehm beruhigt bin oder 'ne angenehme, mhm, so 'ne, ähm, entspannte, ähm, Grundhaltung hab irgendwie. So, das vielleicht, ähm, also das glaube ich tatsächlich auch, dass ich das in Finnland, äh, vertieft habe, grade so dieses, ähm- Hach, nicht mehr so immer diesen Druck haben, dass ganz schnell alles da ist oder, oder grad ich find immer im Supermarkt zum Beispiel, wenn ich da in der Schlange stehe, dass ich merke, dass ich da mich einfach rein entspanne, weil das in Finnland ich so oft erlebt habe, wenn ich da mit den Kindern eingekauft hab und nicht so schnell war mit dem Einpacken, dass alle total entspannt hinter mir standen und, ähm, und keiner irgendwie gedrängelt hat. Ich hab sogar einmal vergessen, äh, zu bezahlen und war noch am Einpacken und, äh, guckte dann irgendwann hoch und die Kassiererin strahlte mich an und ich sagte: „Oh", sag ich: „Oh nein, ich hab vergessen zu bezahlen." Sagt sie: „Macht doch nichts." Und da war 'ne riesenlange Schlange und die strahlten mich alle einfach an. Und wo ich, wo ich dachte: „Oh, das wär, wär mir in Deutschland wahrscheinlich nicht passiert", ne. Und, und da merk ich schon, also 'n ganz großes, ja, große Geduld einfach irgendwie oder so 'n wirklich m-mir diese, ähm, Gelassenheit mitzunehmen in Situationen, die mich sonst gestresst haben oder wo ich gedacht hab: „Oh Mann, das könnt doch schneller gehen." Äh, sondern einfach da diese finnische Ruhe reinzubringen und zu denken: „Ja, es passiert mir doch gar nichts. Wenn ich hier jetzt einfach 'n bisschen länger stehe und mich in mich rein, hineinspanne, äh, entspanne und ein bisschen lächle, dann entsteht sogar was ganz Wunderbares in dieser Zeit, die's vielleicht 'n bisschen länger dauert und mit dieser Energie geh ich aber dann auch und bin dadurch bereichert. Also, hm, das glaub ich schon, dass ich das so mitgenommen hab. Julia: Ja. Ja, und wa-was ich jetzt auch dachte, nur weil du jetzt so 'ne Situation geschildert hast, ne, wo man ja dann so: „Oh je", und, ne, jetzt schäm ich mich. Das ist mir unangenehm so, ne. Und dass das eben nicht noch verstärkt wird durch das Drumherum. So, es ist ja schon blöd genug und deswegen lächeln wir und strahlen wir sie jetzt an, um ihr dieses Gefühl auch wieder zu regulieren, sozusagen. Ja, kann passieren, ne. Wir sind alle Menschen und, ähm, wir machen's jetzt aber auch nicht noch schlimmer, ne. Wie wenn jetzt dann noch irgendwie 'n Kommentar von hinten kommt oder so. Anna: Ja, ja und ich hab mich dann entschuldigt und dann sagt sie: „Wieso? Sie haben hier zwei Kinder dabei", oder drei. Ich weiß nicht, wie viele ich da hatte, ne. Aber, ne, wo sie sagte, das ist doch, also, nee, eben, dass das gar nichts Schlimmes ist, ne. Wie du sagst, dass da die Beschämung, die ich in mir gespürt hab oder dieses: „Uh", ne, „oh je", ähm, dass die gar nicht-- und dann war die auch weg. Dann, ja. Julia: Ähm, ich hatte mir noch so 'n paar Begrifflichkeiten aufgeschrieben, ähm, so aus dem skandinavischen Sprachraum, sag ich mal, die auch so, ähm, ja, auch noch mal so sinnbildlich sind für diese Werte und über d-, wo wir schon über viel gesprochen haben. Deswegen würd ich jetzt gar nicht mehr so viel davon aufgreifen. Aber einen, weil er nämlich auch der finnische ist und dann ja doch so 'n bisschen bekannter im Ausland, ja, wollt ich dich auch mal nach fragen, nach Sisu. Was hast du für Erfahrungen? Oder vielleicht magst du's auch noch mal erklären. Nicht jeder weiß das ja, ne, ähm, aber so, ja, wie, wie hast du damit, äh, Kontakt bekommen oder welche Rolle spielt das vielleicht auch bei dir immer noch? Anna: Ich hab da, ich hab da eben schon dran gedacht, als wir so über die Gemeinschaft gesprochen haben. Also Sisu ist so was, so 'n ganz Ur-, ähm, so 'ne urtiefe Resilienz irgendwie. Also das kann man gar nicht so richtig übersetzen, dieses Wort. Ähm, und, ähm, zeigt einfach, ja, wie, wie Finnen irgendwie so 'n bisschen stoisch auch dranbleiben irgendwie, um, um Krisen zu bewältigen oder um den Winter zu überstehen oder was auch immer. Also dass sie da einfach 'n langen Atem und 'n langes Durchhaltevermögen haben. Oder ja, eben das bezeichnet so Sisu. Und, ähm, und ich hab eben so gedacht auch, also ich meine, die haben tatsächlich ja, die haben Temperaturunterschiede von im Winter, äh, minus 30 Grad, im Sommer plus 30 Grad oder so, ne. Das sind also, diese Unterschiede haben wir gar nicht hier. Also die haben schon mehr Extreme, ähm, und, ähm, mit denen oder auch die Dunkelheit und im Sommer nur hell irgendwie. Also das, äh, oder eben da, wo wir gewohnt haben, war's schon 'n bisschen dämmerig, aber es war halt, äh, man konnt die ganze Nacht was sehen irgendwie, ne. Also das, die bewegen sich einfach in anderen Extremen und ich glaube, dass dadurch ja in ihnen einfach so 'ne, so 'ne Kraft ist, ja, eben wirklich in diesem Moment zu sein und mit diesem Moment das zu tun, was, was möglich ist irgendwie. Und, äh, und gar nicht so weit dann nach vorne zu denken, äh, oder, äh, in der Vergangenheit zu hängen, sondern zu gucken: Und was ist jetzt möglich? Und das hab ich tatsächlich, also fand ich schon immer wieder so, glaub ich, an dieser Ausgeglichenheit oder Ruhe, die die Finnen so insgesamt ausstrahlen, ja irgendwie gemerkt, so dass sie da wirklich-- Oder auch diese Bereitschaft, ähm, Dinge einfach anzunehmen, wenn sie einfach grad so sind, wie sie sind. Und da nicht mit zu hadern, sondern zu gucken: Okay und was ist jetzt möglich? Also zum Beispiel da, wo das mit meiner Schwangerschaft war, dass da nicht irgendwie noch, äh, mehr abgeklärt wurde und gemacht und getan und ganz viel aktiv ge-, ähm, äh, irgendwie, sondern einfach so dieses: „Wir sehen uns in sechs Wochen wieder und Sie gucken einfach, was Sie brauchen und wenn Sie Fragen haben oder uns brauchen, dann melden Sie sich." Da wurde mir viel zugetraut, dass ich das kann, dass ich das auch halten kann irgendwie und, und sie sich gleichzeitig angeboten haben, aber nichts übergestülpt. Und, ähm, ja, und das, ähm, und das hat so was, ja, wo so 'n, wo ich auch gemerkt hab, wo auch in mir immer wieder so 'ne Kraft gewachsen ist irgendwie, weil eben dieses tiefe Vertrauen ins Leben ist irgendwie in Finnland da. Und dass sich das schon irgendwie richten wird. Und wenn das Kind, äh, oder wenn, ähm, auch 'n Kind stirbt bei der Geburt oder so, dann ist das auch so. Dann ist das, ähm, dann wird auch niemand dafür verantwortlich gemacht, niemand wird verklagt oder sonst was, sondern dann wird geguckt, ähm: „Ja, und was braucht es jetzt? Und wie gehen wir jetzt damit um?" Also es wird so wenig nach Schuldigen gesucht in Finnland, sondern es geht eher darum, ne: Wie, wie gehen wir jetzt damit um? Genau, die Verantwortung bleibt bei jedem Einzelnen irgendwie. Und, äh, und, und in der Gemeinschaft so 'n Stück, aber es wird nicht die Verantwortung weggeschoben, äh, indem jemand schuldig gesprochen wird oder so etwas. Ja. Genau, du hast das, ne? Julia: Ja, genau, ne. Ja, ja. Ja, genau, ne. Wir hatten das ja vorhin schon, ne, wo ich so sagte: „Ja, genau." Man hat es euch überlassen, ne, zu entscheiden und in dem, ne, ihr dürft, ihr könnt das entscheiden und ansonsten sind wir da mit diesem offenen Angebot, ne. Und ich erinnere mich jetzt auch grade noch an, äh, 'ne Sequenz, die ich mal in 'nem Buch gelesen hab, ähm, wo's, äh, ja, auch um, äh, das Arbeiten und das Miteinander, äh, im Skandinavischen, ich glaub, es war dann das Beispiel war in Schweden oder so, ne. Wenn irgendwo, ist auch egal wo, ne, aber, ne, es ist irgend'n Fehler passiert, ne. Jemand hat 'n Fehler gemacht in 'nem Arbeitskontext, in 'nem Team und dann ist eben nicht so dieses: „Boah, du hast den Fehler gemacht und jetzt musst du den wieder ausbügeln", oder wie auch immer, ne, sondern: „Ah, okay, gut, da ist ein Fehler passiert. Jetzt schauen wir gemeinsam, wie wir das wieder ausbügeln können", ne. So und wie, wie wir da wieder weiterkommen. Und das, das hab ich dem jetzt auch grade so abgespürt, so dieses: „Okay, hier ist 'ne Herausforderung. Wir sammeln uns, wir sammeln die Ressourcen, unsere eigenen oder die von außen, ähm, und damit können wir's meistern", ne. Auch so 'ne Zuversicht, äh, die da ja irgendwie mit drinsteckt. Ähm, schön. Sehr e-ermutigend, ne. Also grade in so Zeiten, die so herausfordernd sind, wo wir auch global ja vor so, so viel Themen stehen, ne. Ähm, ja, d-das macht was, ne, wenn man also die Art und Weise mit der Haltung, mit der man dem begegnet, so, ne. Und das ma…, lässt ganz neue Möglichkeiten und Lösungswege dann überhaupt erst entstehen, wie wenn da schon so viel Anspannung drin ist, ne. Anna: Ja. Ich fand, das hat man auch bei Corona zum Beispiel gemerkt in Finnland. In Finnland war nicht irgendwie, also die Kindergärten und Schulen waren weiter offen für all die Kinder, denen es guttat, ähm, dass sie hingehen oder für die das wichtig war, auch die Gemeinschaft zu haben, grade Einzelkinder zum Beispiel, damit sie nicht immer nur alleine sind oder auch für die Familien, die sagen oder die Mütter, die sagen oder Väter, die sagen: „Ich brauch jetzt mal Pause gerade." Also das war einfach offen und jeder durfte, wenn er das Gefühl hatte, ich brauch das grade oder mein Kind, das Kind bringen. Und man musste dafür nicht irgendwie, äh, sonst wie für 'n Beruf haben, der systemrelevant war oder sonst was, sondern die durften einfach kommen. Und, ähm, und auch mit den Masken, das war nicht als Pflicht ausgesprochen, sondern die haben gesagt, das kann helfen, ähm, wenn man grad, wenn man näher kommt und, ähm, und dann sind alle automatisch entweder mit Masken gegangen oder haben halt Abstand gehalten. Aber das war nicht so, es war einfach so 'n gegenseitiges Rücksicht nehmen und gucken, wie kommen wir jetzt damit klar. Und, äh, und die Natur war immer offen für alle. Also da wurde nichts und auch die Kinder-, äh, Spielplätze und so. Also, ähm, das fand ich auch sehr angenehm in Finnland tatsächlich. Das war dann komisch. Wir sind in der Corona-Zeit zurückgekommen. Das war 'ne ganz andere Stimmung hier als in Finnland. Wobei es natürlich- Kann ich mir Julia: vorstellen, Anna: ja … auch die Zahlen höher waren, als wir, als kamen, ne. Aber, ähm Ähm, ja, aber das fand ich auch, ähm, ja sehr angenehm, wie die da mit umgegangen sind oder dass die gesagt haben vor den Sommerferien, dass die Schulen noch mal ganz offen machten für alle Kinder und, äh, oder dass alle Kinder eingeladen wurden, aber nicht um Unterricht zu machen, sondern um zu gucken, wie geht's den Kindern eigentlich grade. Und die sind dann gar nicht ins Schulgebäude mit denen, sondern haben Ausflüge gemacht irgendwie, ne. Sie waren im Wald und, ähm, haben gespielt mit denen, einfach geguckt, wie geht's denen grade, weil das für alle 'ne Ausnahmesituation war. Julia: Ja, ne, aber da ja eben auch auf alle dann wieder zu schauen, ne, und irgendwie nicht, nicht nur so, ja, verhaftet zu sein auf dem Problem und in so 'n Aktionismus zu verfallen und wir müssen jetzt überall alles irgendwie unter Kontrolle bringen, ne. Das ist ja auch so was typisch Deutsches. Ähm, und ja, wo, wo dann einfach, aha, okay, ja gut, es gibt hier 'ne Situation, auf die wir jetzt irgendwie schauen müssen, mit der wir jetzt grade irgendwie handeln müssen, aber wir dürfen auch nicht bestimmte Dinge deswegen außer Acht lassen so, ne. Das, äh, ja, imponiert mir ehrlich gesagt so, dass man das auch so angehen kann, ja. Anna: Mhm. Und 'n starken Blick immer wieder auf die Familien haben die und grad auf die Kinder, aber auch, äh, auf die Belastungen der Eltern. Also das war zum Beispiel auch, fand ich spannend bei den, ähm, bei, äh, den U-Untersuchungen, dass immer auch 'n Fragebogen war für die Eltern: „Wie geht's euch eigentlich grade?" Das ist also 'n, ähm, automatisches Screening, was immer mitläuft. Und, ähm, ja, fand ich mal beeindruckend, dass da schnell, auch schnell Hilfe entstehen konnte und auch der, 'n Psychologe oder so im gleichen Gebäude gewesen wäre, direkt, äh, Tür gegenüber, wo die U-Untersuchung stattfand, sodass man also, dass es auch kurze Wege gewesen wären. So gar nicht so 'n such dir jemanden, sondern guck mal, geh mal da und klopf mal eben und mach 'n Termin. Julia: Ja, und dieses wir fragen bei allen nach, ne, ist auch nicht so dieses, wir fragen nur bei denen nach, wo wir von außen schon den Eindruck haben, äh, da ist irgendwie, da könnte was sein, sondern wir haben grundsätzlich alle im Blick und dementsprechend steht auch grundsätzlich allen die Möglichkeit offen, dann da was zu äußern und dann sich aufn Weg zu begeben so, ne. Also es würde jetzt für mich, glaub ich, auch so oder entsteht da auch so der Eindruck, dass das ja auch Scham reduzierend ist, so dieses, okay, ne, wir fragen alle Eltern und das ist 'n Stück weit auch normal, in verschiedenen Phasen der Elternschaft auch überlastet zu sein. Das ist kein, kein Manko, kein Fehler, kein, ne, so, ähm, sondern das, das kann so sein und deswegen haben wir's mit im Blick. So. Find ich 'ne schöne Botschaft so, ne, dass man irgendwie nicht so das Gefühl hat, ich bin die Einzige, die's nicht hinkriegt. Das ist ja auch so das, was, äh, ja viele dann irgendwie, äh, so erst mal denken so, ne. Liegt's an mir? Hab ich was, ne? Und alle anderen machen's besser und so, ne. Dieses Vergleichen, ne, was du auch, äh, erzählt hast, ne, was so doch eher, ja, hier so 'n Thema ist. Und ja, in Finnland begegnet man sich und aufm Spielplatz und man sitzt und lässt sich auch sein und begegnet sich. Aber es ist so, ja, viel Wohlwollen, ne, hast, hattest du auch gesagt so, ne, dass, ähm, ja, es ist an vielen Stellen kann das dann 'ne ganz andere Atmosphäre ja eben entstehen lassen so, ne. Wenn das auch so 'n, also ja nicht nur so auf einen Bereich begrenzt ist, sondern dass das eben, ja, so 'ne Grundhaltung ist. Und wenn da einer hinten mit'm Auto angerast kommt, dann, ja, wird er wohl 'n Grund haben so, ne. Er wird irgendeine Not haben. Ob das, ob ich das jetzt so teile, äh, ob das jetzt angemessen ist, deswegen so schnell Auto zu fahren, ist ja 'ne ganz andere Frage so, ne. Anna: Mhm. Ja. Ja. Ja, und da kommen wir vielleicht auch wieder zum Sisu, weil da eben auch dieses Urvertrauen drin ist, ne, dass, dass, äh, ja jeder andere auch eben irgendwo in sich 'n Grund hat oder 'ne, 'ne, ähm, ja, also so, ich glaub schon, dass Sisu da so einfach wirklich ist so 'n bisschen wie, ja wirklich so 'ne Lebensphilosophie eher so 'n bisschen, ähm, ja wie, wie, äh, geh ich mit dem Leben und mit der Welt und mir und meinen Mitmenschen auch um. Ja, immer wieder berührende Momente, die ich da erlebt habe. Und ich glaube, was tatsächlich auch, ähm, diesen Sisu noch mal so 'n bisschen bestärkt, ist diese, diese, äh, dieser Einklang mit der Natur, den die leben, weil die eben auch mit diesen Jahreszeiten wirklich mitgehen. Und, ähm, ich krieg hier in, ähm, in Deutschland fragen mich viele: „Oh Gott, dann im Winter, das ist doch bestimmt total einsam." Und das ist es nämlich nicht in Finnland, weil die sind trotzdem alle draußen. Und, ähm, die sind auch, äh, ich weiß, als mein, äh, Mittlerer geboren wurde, hat mir die Hebamme gesagt, dass die Kinder in Finnland in, äh, in der Regel draußen schlafen, die Tagschläfe, weil das einfach gesünder ist. Äh, nur bei den, in den ersten sechs Wochen bei einem Neugeborenen, wenn's dann minus 15 Grad, also drunter geht, dann soll ich's reinholen. Und wo ich dachte: „Ja", also die lernen das von Anfang an einfach, ähm, auch mit diesen, mit diesen, mit dieser Natur und mit den Jahreszeiten mitzugehen und sich da rein zu begeben, auch in die Dunkelheit und trotzdem in den Wald zu gehen oder, ähm, trotzdem all die Waldausflüge mit den Kindern zu machen, auch wenn's zappenduster ist noch um neun Uhr irgendwie. Dann haben die halt alle ihrer Warnwesten an und, äh, und, und dann sind die Wege ja beleuchtet oder sie gucken, dass sie Taschenlampen mitnehmen, also Stirnlampen in der Regel und, und dann geht's trotzdem, wird da weitergelebt. Und das ist so, das krieg ich hier in Deutschland manchmal mit, so im Winter. Ja, da ist mal oft irgendwie ab fünf Uhr hast du das Gefühl, die, da ist kein Mensch mehr auf der Straße. Und, äh, und das ist in Finnland nicht. Also die leben einfach stur und da ist vielleicht auch dieses Sisu, die leben einfach ihren Rhythmus weiter. Und ja, und gehen da mit den Jahreszeiten mit und, ähm, und ja, geben sich da auch hin, diesen Temperaturen irgendwie, gehen trotzdem raus, äh, und ja. Also das fand ich auch für mich einfach schön, dieses, dass da eben nicht im Winter die, die Bürgersteige hochgeklappt werden, so dann sagt man das hier, ne, sondern dass ich da genauso den Menschen begegne draußen. Und, ähm, und deswegen hab ich auch tatsächlich die Dunkelheit nie als schwer erlebt in Finnland, weil eben das Leben weiter stattfand. Halt im Dunkeln. Mhm. Julia: Genau. Anna: Ja. Julia: Ja, auch noch mal spannend, ne, weil das ist ja auch oft 'ne Frage, die Menschen kommt so: „Oh, wie kann man diese Dunkelheit aushalten?", und so. Und, ähm, ich mein, Finnland ist ja auch nicht überall so dicht bevölkert, ne. Also da gibt's ja auch Ecken, wo man dann doch wahrscheinlich weitere Wege auch in An…, äh, in Kauf nehmen muss, um dann weiterhin Menschen zu begegnen, ne. Aber auch das ist ja eigentlich was, was das ganze Jahr dann so ist, ne. Und wenn du sagst: „Na ja, du, gut, dann gehen wir halt im Dunkeln raus“, so, ne. Oder das, ja, das ist dann nicht der Hinderungsgrund oder so, ne. Und das, das baut einfach auf diesem Fundament auf, äh, und das trägt dann auch durch, durch diese dunklere Jahreszeit. Mhm. Ja. Anna: Ja, und du auch merkst, grad in den, also was ich so von den dünner besiedelten Gebieten mitgekriegt hab, dass die einfach sehr aufeinander achten. Und zum Beispiel, wenn einer einkaufen geht, 50 Kilometer entfernt, äh, dann auch die Nachbarn alle fragt: „Soll ich euch was mitbringen?“ Weil die einfach wissen, wir überleben hier gemeinsam einfach besser als alleine, ne. Und, ähm, also das fand ich auch oft beeindruckend. Und, ähm, ja, also wir haben zum Schluss auch tatsächlich einsam gelebt. Da war auch keine Straßenbeleuchtung mehr, aber auch da war, ähm, trotzdem eben, dass da, dass wenn ich dann spazieren gegangen bin, Leute waren, also im Dunkeln. Und, und die Dunkelheit tatsächlich ich gar nicht als dunkel erlebt hab, weil da die Sterne ja auch irgendwie Licht geben. Und wenn du kein künstliches Licht hast und nur, ähm, die Natur, dann merkst du, dass die Dunkelheit gar nicht so dunkel ist. Julia: Ja, das stimmt. Ja. Ja, schön. Ich glaube, wir können so langsam einen Abschluss finden. Es war wunder, wunderschön, mit dir da so einzutauchen, was, was das so für 'ne Wirkung hat, ne. Und ja, vielleicht hast du so zum Ende noch mal irgendwie, ja, einen Kerngedanken oder 'n Impuls, vielleicht auch 'ne Entlastung für die zuhörenden Mütter hier so, ähm, die du noch mal so mitgeben magst, die dann vielleicht auch noch so 'n bisschen nachwirken kann. Anna: Hm. Also ich glaube, eben grade so als Mama so dieses, ähm, sich immer wieder so 'n, so 'n bisschen auf sich zu besinnen und vielleicht, ähm, hm, also mir hat immer total geholfen, mir die Natur dazu zu nehmen. Also die Vorstellung von wo ich irgendwo in der Natur sitze und ruhig bin. Ich hab zum Beispiel imaginativ immer wieder Moos unter meinen Füßen, wenn ich merke, dass Situationen irgendwie drrrrt bei mir gehen und mir das, also dieses, diese Ruhe irgendwie als ein Bild für mich mitzunehmen, wenn's grade sehr trubelig um mich herum wird, um das so 'n bisschen hervorzuholen und, ähm, und zu gucken, wie's dann ist. Oder genauso wie ich's manchmal mache mit, äh, wenn ich merke, bei mir geht der Pegel hoch, ähm, dass ich mir Finnland vorstelle oder irgend 'nen schönen See da oder eben diese Stimmung oder wie meine finnische Freundin jetzt reagieren würde. Also da tatsächlich sich so stärkende Bilder vielleicht, ähm, oder Momente mitzunehmen für die Zeiten, die so ganz trubelig sind, dass ich die so mit, mit dabei habe und mit dazunehme und dann mal neugierig gucke, was ist denn dann? Weil das, also bei mir macht das ganz viel, dass ich dann tatsächlich merke, och, da wird wieder was ruhiger, in mir sinkt was ab und, hach, da kommt die Kraft der Natur dazu oder diese Stille von 'nem finnischen See oder was auch immer. Und, und eben dieses tiefe Vertrauen, dass Kinder wissen, wie sie ins Leben hineinwachsen und jeder Mensch irgendwie die, all diese Fähigkeiten in sich hat und je weniger ich dran rumzuppel, ähm, desto schöner wird das letztendlich, was da entstehen kann. Also je mehr nur mit Neugier und, ähm, vielleicht auch dieser Ruhe, diesem tiefen Vertrauen ich da auch 'n bisschen zugucken kann und mit entdecken kann, ähm, desto mehr werd ich vielleicht auch immer wieder mal überrascht und denke: „Ach guck mal, das hat sich ganz von alleine gelöst und ich muss da gar nicht viel machen", sondern das ist alles da und manchmal zeigt sich's früher und manchmal später. Und gut ist immer, wenn ich in der Ruhe bleiben kann dabei. Also ist, glaub ich, das 'n guter Boden. Julia: Ja. Anna: Auf dem Kinder wachsen können. Julia: Mhm. Sehr schön. Ja, vielen, vielen Dank. Das war auch wirklich noch mal ganz tolle Worte zum Schluss. Ähm, das ist, glaub ich, was, das, ja, dürfen wir uns ganz oft, so oft es geht, irgendwie zusprechen lassen, ne, in unserer verkopften, äh, Gesellschaft, die irgendwie, ja, so viel Wert darauf legt, immer alles richtig zu machen und, äh, aber ja, in dieses Vertrauen zu kommen, äh, dass wir im Kern wissen, wie Mensch sein geht. So. Und, ähm, ja, das wünsche ich auch allen Zuhörenden, dass, ähm, ihr das so 'n bisschen mitnehmt, so wie ich eben schon gesagt hab und das noch so'n bisschen nachwirken kann, wenn ihr jetzt den Podcast abdreht, ähm. Ja, und das einfach euch ein bisschen Halt in eurem Alltag geben kann. Ja, vielleicht zum Abschluss noch, Anna, magst du noch 'n bisschen sagen, wo man dich findet, wenn man irgendwie 'n bisschen Lust bekommen hat, ähm, mal zu schauen. Vielleicht ist man in deiner Nähe oder man kann mal was mit dir gemeinsam erleben. Ich weiß, du machst ja auch ab und zu Finnland-Retreats. Anna: Ja, also man kann mich finden, Anna, ähm, also auf meiner Homepage www.annahupe.de und dann bin ich hier vor Ort in, ähm, in der Nähe von Nürnberg, Erlangen, in Eckental, hab ich 'ne Praxis, äh, da biet ich Gruppen an und aber auch einzeln. Ähm, genau, und dann gibt es noch die Möglichkeit für alle, die irgendwie nicht grade hier sind, ähm, mit mir zum Beispiel ein Naturretreat zu machen, weil ich in Finnland eben tatsächlich so sehr gemerkt hab, wie wichtig und wertvoll die Natur ist, äh, für die eigene, ja, für die eigene Verwurzelung im Leben. Und, ähm, da biet ich im Schwarzwald und, äh, auch in Finnland immer mal wieder was an. Jetzt, ich hatte das sonst regelmäßig, aber jetzt, ähm, mach ich das seltener in Finnland, weil das 'n großer Aufwand für mich ist, aber ich werd mich nicht davon verabschieden, weil es einfach so schön ist, mit, also Frauen mit da hinzunehmen und meine Retreats sind tatsächlich auch nur für Frauen. Also, ähm, Naturretreats oder Retreats zur Stimme, äh, die zu erkunden, die eigene Stimme. Ähm, ja. So kann man mich finden. Oder online über kreative Auszeiten gibt's auch online. Ja. Julia: Ja. Superschön, ganz, ganz lieben Dank dir, dass du, ja, auch deine Erfahrungen und Perspektiven heute hier so mit uns geteilt hast. Teilweise ja auch ganz, ähm, ja, intime Momente, ne, was du erzählt hast von deiner Schwangerschaft und einfach schön, dass wir Anteil haben durften, uns ein bisschen inspirieren lassen durften. Und ja, vielen lieben Dank und tschüss. Anna: Ja, danke. Tschüss. Heippahei. Julia: Ich hab jetzt aber noch einen Hinweis für dich. Und zwar, Menschen, die mich schon länger kennen, wissen, dass ich im November mehrfach ein Webinar angeboten hab, um gemeinsam in eine achtsame Adventszeit zu starten. Und ich mochte diesen Abend sehr und doch blieb da so in den letzten Jahren ein Gedanke hängen, dass ich diesen einen Abend ja auch noch ein bisschen ausweiten könnte. Und ja, gegen Ende meiner Ausbildung zum FREL® Coach hab ich dann, ähm, auf dieses Webinar noch mal auch mit anderen Augen geschaut und ich wollte mehr Raum für das, was im Körper ankommt, für kleine Übungen zur Regulation, die man nicht nur hört, sondern auch ausprobiert. Und ich wollte, dass das, was an so einem Abend entsteht, auch im Alltag Wurzeln schlagen kann. Denn du kennst das vielleicht, man geht mit guten Ideen aus so einem Abend und irgendwo zwischen Laternenumzug, Plätzchenteig und Krippenspielprobe gehen sie dann eben doch verloren. Und das hat überhaupt nichts mit fehlender Disziplin zu tun, sondern unser Nervensystem lernt durch Erleben, und zwar durch wiederholtes Erleben. Also was wir einmal gehört haben, das wissen wir zwar, aber was wir mehrmals gespürt haben, das wird langsam ein Teil von uns. Und deshalb wollte ich die Idee dieses Webinars in diesem Jahr weiterentwickeln und wirksamer machen. Und herausgekommen ist eine kleine Serie von drei gemütlichen Abenden im November. Und die habe ich den Hygge-Herbst genannt Das heißt, wir treffen uns an drei Donnerstagen abends online, jeweils 20 Uhr für eine Stunde. Die Kinder schlafen dann hoffentlich schon oder sie kuscheln sich einfach dazu. Eine Tasse Tee dampft vielleicht und wir nehmen uns eine Stunde für das, was sonst im Trubel zu kurz kommt. Und weil wir uns insgesamt dreimal sehen, können die Impulse dann auch langsam einsinken und sich zwischen den Abenden nach und nach sanft entfalten. Du bist herzlich eingeladen. Ich freue mich, wenn du dabei sein willst. Den Link habe ich dir natürlich in die Show Notes gepackt. Und für die, die sich jetzt direkt in den nächsten Tagen noch entscheiden: Die ersten fünf Menschen, die sich anmelden, bekommen von mir noch ein kleines Hygge-Paket per Post zugeschickt. Was drin ist, bleibt eine kleine Überraschung, aber es sind natürlich so passende Kleinigkeiten, die unsere gemeinsamen Abende noch ein bisschen kuscheliger machen. Und zum Schluss noch ein Hinweis: Dieser Podcast, der wird durch dein Feedback und deine Erkenntnisse lebendig. Also lass mir gern eine Bewertung da, teile deine Gedanken entweder in den Kommentaren oder schick mir 'ne Nachricht. Und ja, mit einem Podcast-Abo und einer Fünf-Sterne-Bewertung hilfst du mir, auch noch mehr Mamas zu erreichen und diese wundervollen und bewegenden Gedanken rund um die friedvolle Elternschaft in die Welt zu tragen. Und denk daran, Frieden wächst von innen und strahlt in die ganze Familie. Bis zum nächsten Mal, deine Julia.