Mama sorgt für sich

Dein Podcast für innere Stärke & ein entspanntes Mama-Sein

S2/E5 Slow Family – warum weniger Tempo mehr Beziehung ermöglicht

24.09.2026 21 min

Zusammenfassung & Show Notes

Wie schnell lebst du gerade - wirklich? 
In dieser Folge nehme ich dich mit in ein Thema, das mich schon lange begleitet: Slow Family. Nicht als Ideal, dem du hinterherlaufen musst. Sondern als innere Haltung - eine Ausrichtung auf das, was euch als Familie wirklich trägt.

Ich spreche darüber, was es mit unserem Nervensystem macht, wenn das Tempo dauerhaft zu hoch ist. Warum Langeweile keine Leere ist, sondern ein Geschenk. Und warum die Frage nach Smartphones & Social Media nicht nur eine technische, sondern vor allem eine entwicklungspsychologische ist.
Ich teile meine klare, fachlich begründete Haltung zu Medien und erzähle dir, warum ich das Konzept Slow Media für genauso wichtig halte wie Slow Family.

Eine Folge für alle, die spüren, dass das Karussell gerade etwas zu schnell dreht und die wissen wollen, wie sie bewusst gegensteuern können.

Erwähnte Quellen & Links:

Wie schnell lebst du gerade - wirklich? 
In dieser Folge nehme ich dich mit in ein Thema, das mich schon lange begleitet: Slow Family. Nicht als Ideal, dem du hinterherlaufen musst. Sondern als innere Haltung - eine Ausrichtung auf das, was euch als Familie wirklich trägt.

Ich spreche darüber, was es mit unserem Nervensystem macht, wenn das Tempo dauerhaft zu hoch ist. Warum Langeweile keine Leere ist, sondern ein Geschenk. Und warum die Frage nach Smartphones & Social Media nicht nur eine technische, sondern vor allem eine entwicklungspsychologische ist.
Ich teile meine klare, fachlich begründete Haltung zu Medien und erzähle dir, warum ich das Konzept Slow Media für genauso wichtig halte wie Slow Family.

Eine Folge für alle, die spüren, dass das Karussell gerade etwas zu schnell dreht und die wissen wollen, wie sie bewusst gegensteuern können.

Erwähnte Quellen & Links:

Lass uns gemeinsam weitergehen

***
Minikurs für 0 €
🌿 Wenn Wissen nicht reicht – ein körperorientierter Einstieg in die friedvolle Elternschaft
5 Tage die dir helfen, vom Denken ins Spüren zu kommen. Mit kurzen E-Mails, zwei begleitenden Audios und sanften Anregungen für mehr Verbindung mit dir selbst.
 
*** Atempause am Freitag
Einmal die Woche ein Moment nur für dich. Kein Magazin, kein Programm – ein Brief von Mensch zu Mensch, der dich freitags abholt, wo du gerade bist.
Ich teile immer freitags aktuelle Gedanken, persönliche Einblicke und Inspirationen, die dich auf deinem eigenen Entwicklungsweg der friedvollen Elternschaft bereichern sollen.
https://familywithlove.de/newsletter/

*** Nur wir beide
Du wünschst dir persönliche Ermutigung & vertrauensvolle Begleitung für deinen ganz individuellen Prozess? Dann buche dir jetzt einen Termin für ein kostenfreies Kennenlerngespräch, in dem wir gemeinsam schauen, was du brauchst:
https://familywithlove.de/kennenlernen/
 

 
 Deine Unterstützung für meine Mission

 
Dieser Podcast wird durch dein Feedback und deine Erkenntnisse lebendig. Lass mir gerne deine Bewertung da und teile deine Gedanken bei Spotify in den Kommentaren oder schicke mir eine Sprachnachricht.

Mit einer 5 ⭐ Bewertung hilfst du mir, noch mehr Mamas zu erreichen und die wundervollen & bewegenden Gedanken rund um die friedvolle Elternschaft in die Welt zu tragen. Für ein friedvolleres Miteinander & mehr Zufriedenheit in unserem Alltag mit unseren wundervollen Kindern, die wir ins Leben begleiten dürfen.

Danke für Deine Unterstützung! 🙏

Transkript

Es gibt Momente, da hältst du inne. Mitten in deinem Mama-Alltag, mitten im Lärm und etwas in dir fragt leise: Geht das auch anders? Hallo, ich bin Julia, selbst zweifache Mama, Coach für friedvolle Elternschaft und deine Begleiterin in diesem Podcast. Friedvolle Elternschaft, das klingt vielleicht nach einem Ziel, das du noch vor dir hast. Aber ich glaube, es beginnt nicht damit, wie du mit deinen Kindern umgehst, sondern es beginnt damit, wie du mit dir umgehst. Genau das ist der rote Faden in dieser Podcast-Staffel. Wir beginnen dort, wo alles beginnt. In deinem Körper, in deinem Nervensystem, in dem, was dich trägt oder erschöpft. Und von dort aus schauen wir gemeinsam nach außen auf die Rollen, die du ausfüllst, auf die Welt, in der du Mutter bist, auf das, was friedvolle Elternschaft wirklich bedeutet. Nicht mit der Perfektion als Ziel, sondern als eine Haltung für dich und deine Lieblingsmenschen. Ich freue mich, dass du dabei bist. Lass uns in die neue Folge starten. Ich hab gestern Abend einen Blogartikel gelesen, der super gut zu dem Thema passt, das ich in dieser Folge besprechen möchte und er heißt: „Wie schnell lebst du gerade?" Und darin erzählt Sarah Marie, wie sie mit ihrer Freundin Kati im Auto Richtung Nordseeküste fährt und sie sich unter anderem über Sprachmemos unterhalten. Kati sagt, dass sie Sprachmemos immer auf ganz normaler Geschwindigkeit hört und Sarah Marie, die das selbst ganz anders macht, wird plötzlich hellhörig und fragt sie: „Kati, wenn wir sagen würden, die normale Geschwindigkeit, in der das Leben verläuft, wäre 1,0. In welcher Geschwindigkeit lebst du gerade?" Und Kati denkt kurz nach und dann sagt sie: „Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es gerade so bei 0,7 ist." 0,7? Unter der Normalgeschwindigkeit. Sarah Marie schreibt, sie musste aufpassen, nicht vor lauter Überraschung laut loszulachen, weil für sie war's, war es überhaupt keine gedachte Option, weniger als 1,0 zu leben. Und ich hab bei dieser Geschichte innerlich auch erst mal kurz innegehalten und vielleicht geht es dir ähnlich oder du kennst das Gefühl, auf 1,8-facher Geschwindigkeit zu laufen, obwohl du eigentlich nur bei 1,0 sein möchtest. Das Thema Tempo beschäftigt mich schon sehr lange in meiner Arbeit mit Familien und auch durch ein Buch, das ich vor einigen Jahren dazu entdeckt habe. Das heißt Slow Family und ist von Julia Dibbern und Nicola Schmidt. Ich pack dir die Infos dazu auch in die Shownotes, aber ich möchte dir heute gar nicht dieses Buch vorstellen, sondern ich möchte in der Folge mit dir teilen, was mich daran inspiriert und welche Haltung da drin für mich steckt. Denn es geht nicht ums Verlangsamen um jeden Preis oder gar die Romantisierung des Landlebens, ähm, sondern es geht um eine Frage, die ich für viel wichtiger halte: Was ist das richtige Tempo für mich, für meine Familie und für das, was ich weitergeben möchte? Ich fange mal damit an, was ich mit Slow Family ausdrücklich nicht meine. Denn ich kenne das Gefühl, wenn man von so einem Konzept hört und sofort denkt: „Oh, schon wieder was, was sich so toll anhört, aber von dem ich noch so weit entfernt bin." Also Slow Family ist kein Aufruf zum Landleben, auch wenn ich persönlich das sehr genieße. Ähm, es ist kein romantisches Bild von Kindern, die barfuß über die Wiese laufen, während die Mama Brot backt. Und wenn du in einer Stadt wohnst und vielleicht 'n stressigen Job oder wenig Unterstützung um dich herum hast, dann ist das hier trotzdem für dich. Slow Family ist auch kein Verzichtsprogramm, kein Bildschirmverbot, kein ausgedachtes Ideal, dem du hinterherlaufen musst und kein „Andere schaffen das doch auch". Slow Family ist eher ein bewusstes neues Ausrichten auf das, was uns wirklich tragen kann. Und diese Ausrichtung ist nicht nach draußen zu einem anderen Lebensstil, einer anderen Wohnsituation oder anderen Ressourcen drumherum, sondern sie weist nach innen zu dir, zu deinem Nervensystem und zu dem, was du wirklich brauchst, um präsent sein zu können. Für mich ist es zunächst eine Frage: Wem folgt eigentlich mein Tempo? Folgt es meinem Kalender, den Erwartungen von außen, dem Gefühl, mithalten zu müssen? Oder folgt es meinem Nervensystem, meinem echten eigenen Rhythmus, dem, was ich und meine Kinder gerade brauchen? Das sind 'n paar sehr ehrliche Fragen und die meisten von uns würden, wenn sie wirklich hinfühlen, sagen: "Ich folge öfter meinem Kalender als mir selbst." Slow Family bedeutet für mich, dass Beziehung Zeit und innere Verfügbarkeit braucht. Beides. Nicht nur die körperliche Anwesenheit. Du kannst neben deinem Kind sitzen und gleichzeitig ganz woanders sein und das spüren Kinder. Und sie regulieren sich ja auch nicht an unseren Regeln, sondern an unserer Präsenz. Und das ist auch der Punkt, der mir sehr am Herzen liegt: Was geben wir unseren Kindern eigentlich mit? Was lernen sie über das Leben, indem sie uns beobachten? Wenn wir ihnen vorleben, dass es immer Programm geben muss, immer Entertainment, immer der nächste Reiz, dann lernen sie genau das: dass Stille unangenehm ist, dass Langeweile ein Problem ist und dass man sich immer beschäftigen muss. Und was ich mir für meine Kinder wünsche und was ich glaube, dass eines der wichtigsten Dinge ist, die wir ihnen zurzeit beibringen können, ist die Fähigkeit, sich der Aufmerksamkeitsökonomie zu entziehen, mit sich selbst zu sein und dabei zufrieden zu sein, auch wenn gerade nichts Großes, nach außen Sichtbares oder Reizintensives passiert. Mit sich selbst sein zu können, ist eine Fähigkeit, die man als Erwachsener nur schwer lernen kann, wenn man sie als Kind nie erlebt hat. Sie entsteht in den ruhigen Momenten, im freien Spiel, im Leerlauf, im einfach mal da sein. Und dafür braucht es uns als Fundament. Nicht als perfekte Eltern, sondern als möglichst präsente Eltern, um den Kindern auch auf kleine Signale Resonanz geben zu können Und genau diese Präsenz, die die Kinder spüren und die sie auch reguliert, das ist das zentrale Element im FREL-Coaching. Nicht was wir tun, sondern wie wir bei uns sind, während wir es tun Ich möchte jetzt einen Moment bei etwas verweilen, das ich für ganz zentral halte, wenn wir über Slow Family sprechen, und zwar das Nervensystem. Beschleunigung erzeugt in uns Menschen Stress und wenn wir dauerhaft unter Druck stehen, befindet sich unser Nervensystem in einem Aktivierungszustand, der eigentlich nur für kurzfristige Gefahren gedacht war. Dauerstress bedeutet dann weniger Empathie, weniger Spielraum für uns und unsere Kinder. Und das ist natürlich nicht deine Schuld, sondern es ist schlicht und ergreifend Biologie. Aber es ist etwas, was wir verändern können, wenn wir wissen, wo wir anfangen. Freies Spiel und Erlebnisse in der Natur sind dabei eine tolle Möglichkeit der Nervensystempflege für Kinder und für uns. Und Langeweile ist kein Problem, das gelöst werden muss. Sie ist ein Raum, in dem sich das Nervensystem mal erholen kann. In dem Blogartikel von Sarah-Marie, von dem ich dir am Anfang erzählt hab, hab ich noch ein passendes Bild entdeckt, das mich auch nachdenklich gemacht hat. Sie fährt da mit ihrer Freundin durch Deutschland. Das ist damals Anfang August und sie schaut aus dem Autofenster und die Bäume, die sie sieht, sind gelblich, matt. Es sieht aus wie im Herbst, obwohl es noch Hochsommer ist. Und sie schreibt dann sinngemäß: „Das ist, weil das Tempo zu hoch war, weil zu wenig Regen kam, weil Wachstum und Stille nicht in Balance waren." Und ich finde, das ist eine sehr treffende Beschreibung von dem, was Dauerstress auch mit uns Menschen macht. Uns geht die Kraft aus, mitten in der lebendigen Phase unseres viel zu vollgestopften Familienlebens. Und damit fallen wir quasi aus dem Rhythmus des Lebens Ich möchte jetzt auch noch über ein Thema sprechen, das, ja, viele Eltern sowieso beschäftigt und das meiner Meinung nach mittlerweile auch untrennbar zu dieser Slow-Family-Haltung gehört und das sind Medien und Smartphones. Und ich sag das mal direkt am Anfang: Ich teile hier meine persönliche, fachlich begründete Haltung. Eine, die aus Erfahrung, Recherche und meiner Überzeugung gewachsen ist Und im Zusammenhang mit dem, worüber ich grade noch gesprochen hab, ist das kein Zufall. Medien wirken direkt auf unser Nervensystem, auf unsere Aufmerksamkeit, auf die Fähigkeit zur Resonanz, auf die innere Stille, die dann gar nicht erst entsteht, wenn ich mich immer beschallen lasse. Und die Frage nach der richtigen Nutzung von Smartphones und ähnlichen Geräten ist deswegen weniger eine technische, sondern in meinen Augen eine entwicklungspsychologische und beziehungsbezogene Ich komm noch mal zurück auf das Bild vom Anfang mit diesem Regler. Du kennst das aus vielen Apps, Sprachmemos oder auch Podcasts. Kannst du ja auf normaler Geschwindigkeit, anderthalbfacher Geschwindigkeit oder doppelter Geschwindigkeit hören. Und ich weiß, dass viele Menschen das regelmäßig und fast automatisch so machen. Das ist kein Vorwurf. Ich mach das auch manchmal, aber es ist ein kleines konkretes Bild dafür, wie wir mit Tempo umgehen. Wir versuchen, mehr in weniger Zeit zu packen und wir gewöhnen uns daran, dass das normal ist. Was passiert aber mit einem Kind, das in einer Welt aufwächst, in der alles schneller ist, höher aufgelöst, sofort verfügbar? Ein Kind, das noch gar kein inneres Gleichgewicht hat, keine gelebte Erfahrung von Langsamkeit, keine eingeübte Fähigkeit zur Stille Ein Kind, das ständig Reize verarbeitet, ist nicht ruhelos, es ist überlastet. Und ein überlastetes Nervensystem kann sich nicht selbst regulieren. Es braucht jemanden, der ihn co-reguliert, jemanden, der selbst geerdet ist. Und gleichzeitig gilt natürlich, digitale Medien sind da. Sie gehören zu der Welt, in der unsere Kinder jetzt aufwachsen. Und deshalb ist es so wichtig, dass wir sie dabei begleiten. In einer möglichst klaren Haltung, die Schutz ermöglicht, wo er nötig ist und die Kinder hineinwachsen lässt in einen verantwortungsbewussten Umgang, sei es für sie selbst, aber auch für uns als Gesellschaft. Meine klare Haltung ist deshalb: Kein Kind unter 14 Jahren braucht ein eigenes mobil nutzbares Smartphone. Natürlich kann die Bedienung smarter Geräte schon früher eingeübt werden, aber ich finde, das muss in einer aktiven Begleitung von Erwachsenen passieren. Und es sollte auch nicht als Belohnung oder als Beruhigungsmittel eingesetzt werden, sondern als gemeinsames Erlebnis. Das Ziel einer solchen Herangehensweise ist die Befähigung des Kindes, und zwar nicht im technischen Sinne, sondern vor allen Dingen in der Entwicklung einer inneren Reife. Smarte Geräte sind natürlich nicht grundsätzlich böse, sondern Kinder bis zu einem gewissen Alter haben eben noch eine unreife Selbstregulation und die Reizdichte ist einfach zu hoch. Die inneren Schutzmechanismen fehlen noch und deshalb haben wir als Eltern die Verantwortung, sie davor so lange zu schützen, bis sie diese notwendige Reife entwickelt haben. Besonders deutlich wird das ja bei den sogenannten sozialen Medien. Wer sich dort bewegt und keinen Schaden nehmen will, der braucht wirklich bestimmte Fähigkeiten, einen gesunden Umgang mit Vergleichsdynamiken und ständiger Bewertung, einen möglichst stabilen, innerlich sicheren Selbstwert, eine gute emotionale Regulation und auch Wissen über Marketing und Politik. Und sind wir mal ehrlich, das haben ja viele Erwachsene noch nicht mal in ausreichendem Umfang. Aber Kinder, die innere Stabilität aufbauen durften, die wissen, dass sie jenseits von Likes wertvoll sind, die navigieren später hoffentlich anders. Und deswegen würde ich Social Media frühestens ab 16 Jahren freigeben. Nicht, weil ich Kontrolle für die Lösung halte, sondern weil ich Beziehung und innere Reife als Voraussetzung sehe und wir als Eltern mit unseren Kindern die nötige Zeit brauchen, um dieses Fundament zu legen. Und weil viele Apps so wie sie zurzeit verfügbar sind, für Kinder einfach nicht geeignet sind. Meine Haltung an dieser Stelle würde ich deshalb in Ergänzung zum heutigen Thema Slow Family dann auch als Slow Media bezeichnen. Bewusst, begrenzt und begleitet. Digitale Medien also als Werkzeug und nicht als Dauerbegleiter zu verstehen. Nicht das Gerät an sich ist das Problem, sondern das Tempo, mit dem wir uns von ihm durch unseren Alltag peitschen lassen und alles gleichzeitig machen wollen. Qualität vor Quantität, zum Beispiel am Wochenende gemeinsam als Familie einen Film zu schauen, über den ihr dann danach sprecht oder so wie meine Kinder das mal gemacht haben, Szenen aus dem Film dann noch nachzuspielen. Oder medienfreie Zeiten als gesunden Rhythmus, nicht als Strafe zu gestalten. Und als Erwachsener mit gutem Beispiel voranzugehen und Sprachmemos auf ganz normaler Geschwindigkeit zu hören. Vielleicht ist das gar kein schlechter Anfang. Ich weiß, dass das in der Umsetzung im Alltag anstrengend sein kann. Besonders wenn man Dinge bisher anders gehandhabt hat oder sich Dinge im Außen auch anders entwickeln und man von etwas erfährt, wo man merkt, jetzt muss ich hier doch 'n bisschen mehr reglementieren zum Schutz meiner Kinder. Es hat auch nicht jede Familie den, dieselben Ressourcen, dieselbe Unterstützung oder dieselbe Energie am Ende eines langen Tages. Und manchmal scheint da das Tablet für die Kinder die einzige Verschnaufpause zu sein, die einer Mutter bleibt. Manchmal ist man abends einfach zu erschöpft, um noch eine bewusste Entscheidung zu treffen. Und genau deshalb geht es mir hier nicht darum, ein weiteres Ideal aufzubauen, hinter dem wir herhecheln, sondern darum, eine Richtung zu haben und uns selbst beim Hineinwachsen in diese Haltung mit Mitgefühl zu begegnen. Keiner ist perfekt und muss es auch nicht sein. Aber eine klare Haltung für das Wohlergehen unserer Kinder in einer nervensystemunfreundlichen Umgebung, die können wir entwickeln. Schritt für Schritt, mit Geduld, für unsere Kinder und für uns selbst. Und ich möchte diese Folge jetzt mit drei Fragen beenden, die du für dich beantworten darfst, wenn du möchtest Wie geht mein eigenes Nervensystem mit Reizen um? Und was braucht es Wo darf es langsamer werden? Auch für mich als Mutter Und was möchte ich meinem Kind vorleben im Umgang mit Medien und Tempo? Slow Family als eine Haltung, die euch als Familie trägt, braucht keine Perfektion. Sie braucht Präsenz. Und die beginnt nicht damit, dass sofort alles anders wird, sondern damit, dass wir merken, wie es gerade ist. Auf welcher Einstellung der Temporegler im Moment gerade steht Und auch wenn wir ihn regelmäßig bewusst wieder runterregeln, wird er sich wahrscheinlich von ganz alleine manchmal wieder hochstellen. Weil wir leben ja nicht in einem luftleeren Raum und können nicht immer alle schädlichen Einflüsse abwenden. Aber jedes Mal, wenn wir bemerken, dass das Karussell des Lebens wieder schneller dreht, als es uns guttut, können wir versuchen, bewusst gegenzusteuern. Und Medienkompetenz ist am Ende nicht die Fähigkeit, von klein auf alles nutzen zu können, sondern vielleicht eher die innere Freiheit, es auch lassen zu können Und zum Schluss noch ein Hinweis: Dieser Podcast, der wird durch dein Feedback und deine Erkenntnisse lebendig. Also lass mir gern eine Bewertung da, teile deine Gedanken entweder in den Kommentaren oder schick mir 'ne Nachricht. Und ja, mit einem Podcast-Abo und einer Fünf-Sterne-Bewertung hilfst du mir, auch noch mehr Mamas zu erreichen und diese wundervollen und bewegenden Gedanken rund um die friedvolle Elternschaft in die Welt zu tragen. Und denk daran, Frieden wächst von innen und strahlt in die ganze Familie. Bis zum nächsten Mal, deine Julia.