S2/E5 Slow Family – warum weniger Tempo mehr Beziehung ermöglicht
24.09.2026 21 min
Zusammenfassung & Show Notes
Wie schnell lebst du gerade - wirklich?
In dieser Folge nehme ich dich mit in ein Thema, das mich schon lange begleitet: Slow Family. Nicht als Ideal, dem du hinterherlaufen musst. Sondern als innere Haltung - eine Ausrichtung auf das, was euch als Familie wirklich trägt.
Ich spreche darüber, was es mit unserem Nervensystem macht, wenn das Tempo dauerhaft zu hoch ist. Warum Langeweile keine Leere ist, sondern ein Geschenk. Und warum die Frage nach Smartphones & Social Media nicht nur eine technische, sondern vor allem eine entwicklungspsychologische ist.
Ich spreche darüber, was es mit unserem Nervensystem macht, wenn das Tempo dauerhaft zu hoch ist. Warum Langeweile keine Leere ist, sondern ein Geschenk. Und warum die Frage nach Smartphones & Social Media nicht nur eine technische, sondern vor allem eine entwicklungspsychologische ist.
Ich teile meine klare, fachlich begründete Haltung zu Medien und erzähle dir, warum ich das Konzept Slow Media für genauso wichtig halte wie Slow Family.
Eine Folge für alle, die spüren, dass das Karussell gerade etwas zu schnell dreht und die wissen wollen, wie sie bewusst gegensteuern können.
Erwähnte Quellen & Links:
- 📖 Slow Family von Julia Dibbern & Nicola Schmidt
- 📝 Blogartikel „Wie schnell lebst du grade?" von Sarah Marie
Wie schnell lebst du gerade - wirklich?
In dieser Folge nehme ich dich mit in ein Thema, das mich schon lange begleitet: Slow Family. Nicht als Ideal, dem du hinterherlaufen musst. Sondern als innere Haltung - eine Ausrichtung auf das, was euch als Familie wirklich trägt.
Ich spreche darüber, was es mit unserem Nervensystem macht, wenn das Tempo dauerhaft zu hoch ist. Warum Langeweile keine Leere ist, sondern ein Geschenk. Und warum die Frage nach Smartphones & Social Media nicht nur eine technische, sondern vor allem eine entwicklungspsychologische ist.
Ich spreche darüber, was es mit unserem Nervensystem macht, wenn das Tempo dauerhaft zu hoch ist. Warum Langeweile keine Leere ist, sondern ein Geschenk. Und warum die Frage nach Smartphones & Social Media nicht nur eine technische, sondern vor allem eine entwicklungspsychologische ist.
Ich teile meine klare, fachlich begründete Haltung zu Medien und erzähle dir, warum ich das Konzept Slow Media für genauso wichtig halte wie Slow Family.
Eine Folge für alle, die spüren, dass das Karussell gerade etwas zu schnell dreht und die wissen wollen, wie sie bewusst gegensteuern können.
Erwähnte Quellen & Links:
- 📖 "Slow Family" von Julia Dibbern & Nicola Schmidt
- 📝 Blogartikel „Wie schnell lebst du grade?" von Sarah Marie
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Transkript
Es gibt Momente, da hältst du inne.
Mitten in deinem Mama-Alltag,
mitten im Lärm und etwas in dir
fragt leise: Geht das auch anders?
Hallo, ich bin Julia, selbst zweifache
Mama, Coach für friedvolle Elternschaft
und deine Begleiterin in diesem Podcast.
Friedvolle Elternschaft, das
klingt vielleicht nach einem
Ziel, das du noch vor dir hast.
Aber ich glaube, es beginnt nicht damit,
wie du mit deinen Kindern umgehst, sondern
es beginnt damit, wie du mit dir umgehst.
Genau das ist der rote Faden
in dieser Podcast-Staffel.
Wir beginnen dort, wo alles beginnt.
In deinem Körper, in deinem Nervensystem,
in dem, was dich trägt oder erschöpft.
Und von dort aus schauen wir gemeinsam
nach außen auf die Rollen, die du
ausfüllst, auf die Welt, in der du
Mutter bist, auf das, was friedvolle
Elternschaft wirklich bedeutet.
Nicht mit der Perfektion als
Ziel, sondern als eine Haltung für
dich und deine Lieblingsmenschen.
Ich freue mich, dass du dabei bist.
Lass uns in die neue Folge starten.
Ich hab gestern Abend einen Blogartikel
gelesen, der super gut zu dem Thema
passt, das ich in dieser Folge
besprechen möchte und er heißt: „Wie
schnell lebst du gerade?" Und darin
erzählt Sarah Marie, wie sie mit
ihrer Freundin Kati im Auto Richtung
Nordseeküste fährt und sie sich unter
anderem über Sprachmemos unterhalten.
Kati sagt, dass sie Sprachmemos immer
auf ganz normaler Geschwindigkeit hört
und Sarah Marie, die das selbst ganz
anders macht, wird plötzlich hellhörig
und fragt sie: „Kati, wenn wir sagen
würden, die normale Geschwindigkeit,
in der das Leben verläuft, wäre 1,0. In
welcher Geschwindigkeit lebst du gerade?"
Und Kati denkt kurz nach und dann
sagt sie: „Mein Bauchgefühl sagt mir,
dass es gerade so bei 0,7 ist." 0,7?
Unter der Normalgeschwindigkeit.
Sarah Marie schreibt, sie musste
aufpassen, nicht vor lauter Überraschung
laut loszulachen, weil für sie war's,
war es überhaupt keine gedachte
Option, weniger als 1,0 zu leben.
Und ich hab bei dieser Geschichte
innerlich auch erst mal kurz innegehalten
und vielleicht geht es dir ähnlich oder
du kennst das Gefühl, auf 1,8-facher
Geschwindigkeit zu laufen, obwohl du
eigentlich nur bei 1,0 sein möchtest.
Das Thema Tempo beschäftigt mich schon
sehr lange in meiner Arbeit mit Familien
und auch durch ein Buch, das ich vor
einigen Jahren dazu entdeckt habe.
Das heißt Slow Family und ist von
Julia Dibbern und Nicola Schmidt.
Ich pack dir die Infos dazu auch in
die Shownotes, aber ich möchte dir
heute gar nicht dieses Buch vorstellen,
sondern ich möchte in der Folge mit dir
teilen, was mich daran inspiriert und
welche Haltung da drin für mich steckt.
Denn es geht nicht ums Verlangsamen um
jeden Preis oder gar die Romantisierung
des Landlebens, ähm, sondern es
geht um eine Frage, die ich für viel
wichtiger halte: Was ist das richtige
Tempo für mich, für meine Familie und
für das, was ich weitergeben möchte?
Ich fange mal damit an, was ich mit
Slow Family ausdrücklich nicht meine.
Denn ich kenne das Gefühl, wenn man
von so einem Konzept hört und sofort
denkt: „Oh, schon wieder was, was sich
so toll anhört, aber von dem ich noch
so weit entfernt bin." Also Slow Family
ist kein Aufruf zum Landleben, auch
wenn ich persönlich das sehr genieße.
Ähm, es ist kein romantisches Bild
von Kindern, die barfuß über die Wiese
laufen, während die Mama Brot backt.
Und wenn du in einer Stadt wohnst
und vielleicht 'n stressigen Job oder
wenig Unterstützung um dich herum hast,
dann ist das hier trotzdem für dich.
Slow Family ist auch kein
Verzichtsprogramm, kein Bildschirmverbot,
kein ausgedachtes Ideal, dem du
hinterherlaufen musst und kein
„Andere schaffen das doch auch".
Slow Family ist eher ein bewusstes
neues Ausrichten auf das,
was uns wirklich tragen kann.
Und diese Ausrichtung ist nicht nach
draußen zu einem anderen Lebensstil,
einer anderen Wohnsituation oder
anderen Ressourcen drumherum, sondern
sie weist nach innen zu dir, zu deinem
Nervensystem und zu dem, was du wirklich
brauchst, um präsent sein zu können.
Für mich ist es zunächst eine Frage:
Wem folgt eigentlich mein Tempo?
Folgt es meinem Kalender, den
Erwartungen von außen, dem
Gefühl, mithalten zu müssen?
Oder folgt es meinem Nervensystem,
meinem echten eigenen Rhythmus, dem, was
ich und meine Kinder gerade brauchen?
Das sind 'n paar sehr ehrliche Fragen
und die meisten von uns würden, wenn sie
wirklich hinfühlen, sagen: "Ich folge
öfter meinem Kalender als mir selbst."
Slow Family bedeutet für
mich, dass Beziehung Zeit und
innere Verfügbarkeit braucht.
Beides.
Nicht nur die körperliche Anwesenheit.
Du kannst neben deinem Kind sitzen
und gleichzeitig ganz woanders
sein und das spüren Kinder.
Und sie regulieren sich ja
auch nicht an unseren Regeln,
sondern an unserer Präsenz.
Und das ist auch der Punkt, der
mir sehr am Herzen liegt: Was geben
wir unseren Kindern eigentlich mit?
Was lernen sie über das Leben,
indem sie uns beobachten?
Wenn wir ihnen vorleben, dass es immer
Programm geben muss, immer Entertainment,
immer der nächste Reiz, dann lernen sie
genau das: dass Stille unangenehm ist,
dass Langeweile ein Problem ist und
dass man sich immer beschäftigen muss.
Und was ich mir für meine Kinder
wünsche und was ich glaube, dass
eines der wichtigsten Dinge ist,
die wir ihnen zurzeit beibringen
können, ist die Fähigkeit, sich der
Aufmerksamkeitsökonomie zu entziehen,
mit sich selbst zu sein und dabei
zufrieden zu sein, auch wenn gerade
nichts Großes, nach außen Sichtbares
oder Reizintensives passiert.
Mit sich selbst sein zu können,
ist eine Fähigkeit, die man als
Erwachsener nur schwer lernen kann,
wenn man sie als Kind nie erlebt hat.
Sie entsteht in den ruhigen
Momenten, im freien Spiel, im
Leerlauf, im einfach mal da sein.
Und dafür braucht es uns als Fundament.
Nicht als perfekte Eltern, sondern
als möglichst präsente Eltern,
um den Kindern auch auf kleine
Signale Resonanz geben zu können
Und genau diese Präsenz, die die Kinder
spüren und die sie auch reguliert, das
ist das zentrale Element im FREL-Coaching.
Nicht was wir tun, sondern wie wir
bei uns sind, während wir es tun
Ich möchte jetzt einen Moment bei etwas
verweilen, das ich für ganz zentral
halte, wenn wir über Slow Family
sprechen, und zwar das Nervensystem.
Beschleunigung erzeugt in uns
Menschen Stress und wenn wir
dauerhaft unter Druck stehen, befindet
sich unser Nervensystem in einem
Aktivierungszustand, der eigentlich nur
für kurzfristige Gefahren gedacht war.
Dauerstress bedeutet dann weniger
Empathie, weniger Spielraum
für uns und unsere Kinder.
Und das ist natürlich nicht
deine Schuld, sondern es ist
schlicht und ergreifend Biologie.
Aber es ist etwas, was wir verändern
können, wenn wir wissen, wo wir anfangen.
Freies Spiel und Erlebnisse in der Natur
sind dabei eine tolle Möglichkeit der
Nervensystempflege für Kinder und für uns.
Und Langeweile ist kein
Problem, das gelöst werden muss.
Sie ist ein Raum, in dem sich das
Nervensystem mal erholen kann.
In dem Blogartikel von Sarah-Marie, von
dem ich dir am Anfang erzählt hab, hab
ich noch ein passendes Bild entdeckt,
das mich auch nachdenklich gemacht hat.
Sie fährt da mit ihrer
Freundin durch Deutschland.
Das ist damals Anfang August und sie
schaut aus dem Autofenster und die Bäume,
die sie sieht, sind gelblich, matt.
Es sieht aus wie im Herbst,
obwohl es noch Hochsommer ist.
Und sie schreibt dann sinngemäß: „Das
ist, weil das Tempo zu hoch war, weil
zu wenig Regen kam, weil Wachstum
und Stille nicht in Balance waren."
Und ich finde, das ist eine sehr
treffende Beschreibung von dem, was
Dauerstress auch mit uns Menschen macht.
Uns geht die Kraft aus, mitten in
der lebendigen Phase unseres viel
zu vollgestopften Familienlebens.
Und damit fallen wir quasi
aus dem Rhythmus des Lebens
Ich möchte jetzt auch noch über ein
Thema sprechen, das, ja, viele Eltern
sowieso beschäftigt und das meiner
Meinung nach mittlerweile auch untrennbar
zu dieser Slow-Family-Haltung gehört
und das sind Medien und Smartphones.
Und ich sag das mal direkt am Anfang:
Ich teile hier meine persönliche,
fachlich begründete Haltung.
Eine, die aus Erfahrung, Recherche
und meiner Überzeugung gewachsen ist
Und im Zusammenhang mit dem,
worüber ich grade noch gesprochen
hab, ist das kein Zufall.
Medien wirken direkt auf unser
Nervensystem, auf unsere Aufmerksamkeit,
auf die Fähigkeit zur Resonanz,
auf die innere Stille, die dann
gar nicht erst entsteht, wenn
ich mich immer beschallen lasse.
Und die Frage nach der richtigen
Nutzung von Smartphones und ähnlichen
Geräten ist deswegen weniger eine
technische, sondern in meinen Augen
eine entwicklungspsychologische
und beziehungsbezogene
Ich komm noch mal zurück auf das
Bild vom Anfang mit diesem Regler.
Du kennst das aus vielen Apps,
Sprachmemos oder auch Podcasts.
Kannst du ja auf normaler Geschwindigkeit,
anderthalbfacher Geschwindigkeit
oder doppelter Geschwindigkeit hören.
Und ich weiß, dass viele Menschen das
regelmäßig und fast automatisch so machen.
Das ist kein Vorwurf.
Ich mach das auch manchmal, aber
es ist ein kleines konkretes Bild
dafür, wie wir mit Tempo umgehen.
Wir versuchen, mehr in weniger
Zeit zu packen und wir gewöhnen
uns daran, dass das normal ist.
Was passiert aber mit einem Kind,
das in einer Welt aufwächst, in
der alles schneller ist, höher
aufgelöst, sofort verfügbar?
Ein Kind, das noch gar kein inneres
Gleichgewicht hat, keine gelebte
Erfahrung von Langsamkeit, keine
eingeübte Fähigkeit zur Stille
Ein Kind, das ständig Reize verarbeitet,
ist nicht ruhelos, es ist überlastet.
Und ein überlastetes Nervensystem
kann sich nicht selbst regulieren.
Es braucht jemanden, der ihn co-reguliert,
jemanden, der selbst geerdet ist.
Und gleichzeitig gilt natürlich,
digitale Medien sind da.
Sie gehören zu der Welt, in der
unsere Kinder jetzt aufwachsen.
Und deshalb ist es so wichtig,
dass wir sie dabei begleiten.
In einer möglichst klaren Haltung,
die Schutz ermöglicht, wo er nötig
ist und die Kinder hineinwachsen
lässt in einen verantwortungsbewussten
Umgang, sei es für sie selbst,
aber auch für uns als Gesellschaft.
Meine klare Haltung ist deshalb:
Kein Kind unter 14 Jahren braucht ein
eigenes mobil nutzbares Smartphone.
Natürlich kann die Bedienung smarter
Geräte schon früher eingeübt werden,
aber ich finde, das muss in einer aktiven
Begleitung von Erwachsenen passieren.
Und es sollte auch nicht als Belohnung
oder als Beruhigungsmittel eingesetzt
werden, sondern als gemeinsames Erlebnis.
Das Ziel einer solchen Herangehensweise
ist die Befähigung des Kindes, und
zwar nicht im technischen Sinne,
sondern vor allen Dingen in der
Entwicklung einer inneren Reife.
Smarte Geräte sind natürlich nicht
grundsätzlich böse, sondern Kinder
bis zu einem gewissen Alter haben eben
noch eine unreife Selbstregulation und
die Reizdichte ist einfach zu hoch.
Die inneren Schutzmechanismen fehlen
noch und deshalb haben wir als
Eltern die Verantwortung, sie davor
so lange zu schützen, bis sie diese
notwendige Reife entwickelt haben.
Besonders deutlich wird das ja bei
den sogenannten sozialen Medien.
Wer sich dort bewegt und keinen Schaden
nehmen will, der braucht wirklich
bestimmte Fähigkeiten, einen gesunden
Umgang mit Vergleichsdynamiken und
ständiger Bewertung, einen möglichst
stabilen, innerlich sicheren Selbstwert,
eine gute emotionale Regulation und
auch Wissen über Marketing und Politik.
Und sind wir mal ehrlich, das
haben ja viele Erwachsene noch
nicht mal in ausreichendem Umfang.
Aber Kinder, die innere Stabilität
aufbauen durften, die wissen, dass sie
jenseits von Likes wertvoll sind, die
navigieren später hoffentlich anders.
Und deswegen würde ich Social Media
frühestens ab 16 Jahren freigeben.
Nicht, weil ich Kontrolle für die
Lösung halte, sondern weil ich Beziehung
und innere Reife als Voraussetzung
sehe und wir als Eltern mit unseren
Kindern die nötige Zeit brauchen,
um dieses Fundament zu legen.
Und weil viele Apps so wie sie
zurzeit verfügbar sind, für Kinder
einfach nicht geeignet sind.
Meine Haltung an dieser Stelle
würde ich deshalb in Ergänzung zum
heutigen Thema Slow Family dann
auch als Slow Media bezeichnen.
Bewusst, begrenzt und begleitet.
Digitale Medien also als Werkzeug und
nicht als Dauerbegleiter zu verstehen.
Nicht das Gerät an sich ist das Problem,
sondern das Tempo, mit dem wir uns von
ihm durch unseren Alltag peitschen lassen
und alles gleichzeitig machen wollen.
Qualität vor Quantität, zum Beispiel
am Wochenende gemeinsam als Familie
einen Film zu schauen, über den ihr
dann danach sprecht oder so wie meine
Kinder das mal gemacht haben, Szenen
aus dem Film dann noch nachzuspielen.
Oder medienfreie Zeiten als gesunden
Rhythmus, nicht als Strafe zu gestalten.
Und als Erwachsener mit gutem Beispiel
voranzugehen und Sprachmemos auf ganz
normaler Geschwindigkeit zu hören.
Vielleicht ist das gar
kein schlechter Anfang.
Ich weiß, dass das in der Umsetzung
im Alltag anstrengend sein kann.
Besonders wenn man Dinge bisher anders
gehandhabt hat oder sich Dinge im
Außen auch anders entwickeln und man
von etwas erfährt, wo man merkt, jetzt
muss ich hier doch 'n bisschen mehr
reglementieren zum Schutz meiner Kinder.
Es hat auch nicht jede Familie
den, dieselben Ressourcen, dieselbe
Unterstützung oder dieselbe
Energie am Ende eines langen Tages.
Und manchmal scheint da das Tablet für
die Kinder die einzige Verschnaufpause
zu sein, die einer Mutter bleibt.
Manchmal ist man abends einfach
zu erschöpft, um noch eine
bewusste Entscheidung zu treffen.
Und genau deshalb geht es mir hier nicht
darum, ein weiteres Ideal aufzubauen,
hinter dem wir herhecheln, sondern
darum, eine Richtung zu haben und uns
selbst beim Hineinwachsen in diese
Haltung mit Mitgefühl zu begegnen.
Keiner ist perfekt und
muss es auch nicht sein.
Aber eine klare Haltung für das
Wohlergehen unserer Kinder in
einer nervensystemunfreundlichen
Umgebung, die können wir entwickeln.
Schritt für Schritt, mit Geduld, für
unsere Kinder und für uns selbst.
Und ich möchte diese Folge jetzt mit
drei Fragen beenden, die du für dich
beantworten darfst, wenn du möchtest
Wie geht mein eigenes
Nervensystem mit Reizen um?
Und was braucht es
Wo darf es langsamer werden?
Auch für mich als Mutter
Und was möchte ich meinem Kind vorleben
im Umgang mit Medien und Tempo?
Slow Family als eine Haltung, die euch als
Familie trägt, braucht keine Perfektion.
Sie braucht Präsenz.
Und die beginnt nicht damit, dass
sofort alles anders wird, sondern damit,
dass wir merken, wie es gerade ist.
Auf welcher Einstellung der
Temporegler im Moment gerade steht
Und auch wenn wir ihn regelmäßig
bewusst wieder runterregeln, wird
er sich wahrscheinlich von ganz
alleine manchmal wieder hochstellen.
Weil wir leben ja nicht in einem
luftleeren Raum und können nicht immer
alle schädlichen Einflüsse abwenden.
Aber jedes Mal, wenn wir bemerken, dass
das Karussell des Lebens wieder schneller
dreht, als es uns guttut, können wir
versuchen, bewusst gegenzusteuern.
Und Medienkompetenz ist am Ende nicht
die Fähigkeit, von klein auf alles nutzen
zu können, sondern vielleicht eher die
innere Freiheit, es auch lassen zu können
Und zum Schluss noch ein Hinweis: Dieser
Podcast, der wird durch dein Feedback
und deine Erkenntnisse lebendig.
Also lass mir gern eine Bewertung da,
teile deine Gedanken entweder in den
Kommentaren oder schick mir 'ne Nachricht.
Und ja, mit einem Podcast-Abo und
einer Fünf-Sterne-Bewertung hilfst du
mir, auch noch mehr Mamas zu erreichen
und diese wundervollen und bewegenden
Gedanken rund um die friedvolle
Elternschaft in die Welt zu tragen.
Und denk daran, Frieden wächst von
innen und strahlt in die ganze Familie.
Bis zum nächsten Mal, deine Julia.