Mama sorgt für sich

Dein Podcast für innere Stärke & ein entspanntes Mama-Sein

S2/E4 Scheitern, Selbstempathie & Wiederverbindung

Gewaltfreie Kommunikation als Haltung für den Alltag mit Kindern

17.09.2026 49 min

Zusammenfassung & Show Notes

Was, wenn nicht weniger Fehler das Ziel ist - sondern ein anderer Umgang damit?

Christin Wander ist FREL®-Coach-Kollegin und Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation (GfK) - und in diesem Gespräch wird schnell klar, warum die beiden Ansätze so gut zusammenpassen. GfK ist keine Technik, die man lernt und dann anwendet, sondern eine Haltung - eine innere Bewegung zurück zu sich selbst und zurück zum Kind.

Wir sprechen darüber, was schützende Macht wirklich bedeutet, welche Rolle unser Nervensystem in schwierigen Situationen hat, und warum es sich lohnt, nach einer schwierigen Situation wieder bewusst in Verbindung mit unseren Kindern zu kommen.

Und über den schönsten Satz der Folge: ”Scheiter heiter.”

💫 Mehr über Christin findest du hier:
Instagram: @‌christin.friedvoll.leben
https://www.christin-wander.de/


Lass uns gemeinsam weitergehen

***
Minikurs für 0 €
🌿 Wenn Wissen nicht reicht – ein körperorientierter Einstieg in die friedvolle Elternschaft
5 Tage die dir helfen, vom Denken ins Spüren zu kommen. Mit kurzen E-Mails, zwei begleitenden Audios und sanften Anregungen für mehr Verbindung mit dir selbst.
 
*** Atempause am Freitag
Einmal die Woche ein Moment nur für dich. Kein Magazin, kein Programm – ein Brief von Mensch zu Mensch, der dich freitags abholt, wo du gerade bist.
Ich teile immer freitags aktuelle Gedanken, persönliche Einblicke und Inspirationen, die dich auf deinem eigenen Entwicklungsweg der friedvollen Elternschaft bereichern sollen.
https://familywithlove.de/newsletter/

*** Nur wir beide
Du wünschst dir persönliche Ermutigung & vertrauensvolle Begleitung für deinen ganz individuellen Prozess? Dann buche dir jetzt einen Termin für ein kostenfreies Kennenlerngespräch, in dem wir gemeinsam schauen, was du brauchst:
https://familywithlove.de/kennenlernen/
 

 
 Deine Unterstützung für meine Mission

 
Dieser Podcast wird durch dein Feedback und deine Erkenntnisse lebendig. Lass mir gerne deine Bewertung da und teile deine Gedanken bei Spotify in den Kommentaren oder schicke mir eine Sprachnachricht.

Mit einer 5 ⭐ Bewertung hilfst du mir, noch mehr Mamas zu erreichen und die wundervollen & bewegenden Gedanken rund um die friedvolle Elternschaft in die Welt zu tragen. Für ein friedvolleres Miteinander & mehr Zufriedenheit in unserem Alltag mit unseren wundervollen Kindern, die wir ins Leben begleiten dürfen.

Danke für Deine Unterstützung! 🙏

Transkript

Julia Otterbein: Es gibt Momente, da hältst du inne. Mitten in deinem Mamaalltag, mitten im Lärm und etwas in dir fragt leise: Geht das auch anders? Hallo, ich bin Julia, selbst zweifache Mama, Coach für friedvolle Elternschaft und deine Begleiterin in diesem Podcast. Friedvolle Elternschaft, das klingt vielleicht nach einem Ziel, das du noch vor dir hast. Aber ich glaube, es beginnt nicht damit, wie du mit deinen Kindern umgehst, sondern es beginnt damit, wie du mit dir umgehst. Genau das ist der rote Faden in dieser Podcast-Staffel. Wir beginnen dort, wo alles beginnt. In deinem Körper, in deinem Nervensystem, in dem, was dich trägt oder erschöpft. Und von dort aus schauen wir gemeinsam nach außen auf die Rollen, die du ausfüllst, auf die Welt, in der du Mutter bist. Auf das, was friedvolle Elternschaft wirklich bedeutet. Nicht mit der Perfektion als Ziel, sondern als eine Haltung für dich und deine Lieblingsmenschen. Ich freue mich, dass du dabei bist. Lass uns in die neue Folge starten. Ja, hallo zur heutigen neuen Folge und ich hatte euch ja schon angekündigt, ähm, dass ich heute mit Kristin Wander sprechen werde. Und ja, Kristin ist, äh, 'ne ganz liebe Freel-Coach-Kollegin, aber sie ist auch, ähm, Trainerin für gewaltfreie Kommunikation. Und ja, wahrscheinlich werden wir an der einen oder anderen Stelle, äh, einfach nur die Abkürzung benutzen, nämlich GFK. Also wunder dich nicht. Dann sprechen wir von der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg. Ja, Kristin ist verheiratet, sie hat zwei Töchter und lebt in Karlsruhe und deswegen sind wir online verbunden und wir hoffen, dass alles gut klappt mit der Technik. Und ja, schön, dass du da bist, Kristin. Christin Wander: Hallo Julia, danke für die Einladung. Ich freue mich sehr. Julia Otterbein: Ja, genau. Kristin arbeitet in ihren Übungsgruppen, Seminaren oder Einzelbegleitungen ganz viel mit Sprache und Ausdruck und Mitgefühl. Und, ähm, ja, ich freue mich, dass wir jetzt heute so 'ne Anschlussfolge zu dem Thema Gewalt in der Elternschaft machen können, denn da finde ich, bringst du genau das Wichtige mit, ähm, nämlich 'ne Sprache zu finden, die nicht gewaltvoll ist und die uns auch helfen kann, nach unschönen Situationen wieder zusammenzufinden. Und bevor wir aber ins Thema einsteigen, würd ich dich gerne fragen, ähm, was GFK denn für dich ganz persönlich bedeutet, so weniger als Methode, sondern ja, als was eigentlich. Vielleicht magst du das da zum Einstieg so 'n bisschen sagen, wie du das beschreiben würdest. Christin Wander: Ja, wie würde ich die GFK beschreiben? Ähm, die GFK ist für mich so vieles. Ähm, sie ist eine Haltung, mit der ich, ähm, in Verbindung kommen kann. In Verbindung, ähm, mit meinen Mitmenschen, mit meinen Kindern, mit meinem Partner, mit Kollegen, mit allen anderen Menschen. Aber vor allen Dingen, was ich ganz-- Also was viel wichtiger ist, ist in Verbindung zu mir selber zu kommen. Ähm, genau, die gewaltfreie Kommunikation hat mir geholfen, ähm, wieder 'n Zugang zu meinen Gefühlen zu finden und, ähm, auch, ja, meine Bedürfnisse wiederzuerkennen. Ähm, ja und das ist ja unser, ja unsere, unsere, unser Antreiber, warum wir Dinge tun. Die Bedürfnisse sind unsere, sind unser innerer Antreiber. Genau. Julia Otterbein: Ja. Und was hat dich denn damals zur, äh, GFK geführt und gab's irgendwas, was dich überrascht hat, als du da dann tiefer eingestiegen bist zu- Christin Wander: Genau, also ich hab, ähm, damals, als ich meine Tochter bekommen hab, ähm, hab ich mich ganz viel mit bedürfnisorientierter Erziehung beschäftigt und, ähm, hab dann ganz schnell, ähm, die Bedürfnisse meines Kindes erkannt, ähm, und vermuten können. Und, ähm, als ich meinen ersten GFK-Workshop, ähm, als ich an meinem ersten GFK-Workshop teilgenommen hab, ähm, ist mir das dann wie Schuppen von den Augen gefallen. So: „Ach du meine Güte, ich hab ja auch Bedürfnisse." Und das war für mich, das war für mich wirklich 'n Augenöffner. Also eigentlich denkt man: „Ja, natürlich hab ich Bedürfnisse", aber irgendwie in diesem Ausmaß, was es alles für Bedürfnisse gibt, ähm, und wie groß diese Vielfalt ist, das war mir irgendwie nicht wirklich bewusst. Ja. Julia Otterbein: Mhm. Ja, super spannend, ja. Ich hab auch mal vor längerer Zeit schon so 'n Blogartikel geschrieben, ne: „Bedürfnisorientierung gilt auch für Mütter." Das ist tatsächlich, äh, was, was, ähm, ja, bei vielen Eltern tatsächlich erst spät verstanden wird, äh, dass es eben nicht nur um die Ge-, ähm, Bedürfnisse der Kinder geht, ne, sondern dass, ja, wir werden darauf noch kommen, ne, aber, äh, das Thema Selbstregulation auch ganz, ganz wichtig ist für die, die Möglichkeiten, die mir zur Verfügung stehen, mit meinem Kind umzugehen, auch in 'ner stressigen, ähm, Situation, wenn mein Kind emotionsgeladen ist oder so, ne. Wenn ich nicht gut dann bei mir bin und reguliert bin, dann kann ich mein Kind halt auch nicht so gut begleiten. So, von daher. Christin Wander: Richtig. Julia Otterbein: Genau. Spannend, ne. Christin Wander: Also das ist- Eben und ähm, es gibt ja so viele Bedürfnisse in der Familie. Die Kinder haben die Bedürfnisse, ich als Mutter hab die Bedürfnisse, mein Partner, der Papa, der hat Bedürfnisse. Und das ist die große Kunst, diese Bedürfnisse irgendwie zusammenzubringen an einen Tisch und gemeinsame Strategien zu finden: Wie können wir, ja, schauen, dass alle oder die, die Bedürfnisse alle gesehen werden, vor allen Dingen erst mal gesehen werden und dann, wie schaffen wir es, so viel wie möglich Bedürfnisse auch zu erfüllen? Julia Otterbein: Mhm. Ganz genau, ne. Also dieses tatsächlich gesehen werden mit den Bedürfnissen oder dafür 'ne Sprache auch zu finden, ne. Also so wie du auch gesagt hast, so: „Huch, ich hab ja selber Bedürfnisse. W-w-wie, wie drück ich das überhaupt aus, ne? Also wenn ich sie erst mal selber gar nicht wahrnehme. Also natürlich muss ich sie erst mal wahrnehmen, dann muss ich 'ne Sprache finden, damit ich mich mitteilen kann. Ähm, und ja, dann geht's die Strategien: Wie kann das jetzt, ähm, erfüllt werden? Und da find ich's immer wieder spannend, wenn man das geschafft hat, das so zu formulieren, wie lösungsorientiert auch Kinder dann sein können und sagen: „Ja, dann mach doch jetzt das und das", ne. Oder: „Ich mach jetzt das und das. Ich massier dich mal", oder keine Ahnung, ne. Also die haben ja dann manchmal super kreative Ideen, auf die wir selber dann gar nicht kommen und wo man auch gar nicht so den, die Intention hatte, so dieses, äh, dafür gibt's jetzt wahrscheinlich eh keine Lösung, aber ich hab's jetzt halt mal gesagt so, ne. Und, äh, ratzfatz ergibt sich vielleicht doch 'ne Möglichkeit, 'ne Lösung, auf die wir halt alleine auch gar nicht gekommen wären, ne. Also da steckt ja auch viel Potenzial drin, in dem miteinander im Gespräch zu sein, ne. Christin Wander: Ja, und genau die Erfahrung, wie du's grade geschildert hast, hab ich auch gemacht, dass wenn wir sehen, was die Kinder brauchen und wenn wir selber ausdrücken können, was wir brauchen, ähm, und wir anfangen, mit unseren Kindern dadrüber zu sprechen, dann bringen die Ideen im, da würd ich auf gar keinen Fall draufkommen. Also so 'ne Idee hätt ich nie. Und dann probieren wir das aus und es klappt tatsächlich. Und Kinder, wie du grade gesagt hast, die sind so unglaublich kreativ. Ähm, und es lohnt sich so sehr, sie mit einzubeziehen, ähm, weil sie möchten ja mitwirken. Sie möchten ja auch wirksam sein. Sie möchten ja auch 'ne Selbstwirksamkeit haben und dadurch erfahren sie das, wenn wir mit ihnen in Austausch gehen und auch fragen: „Guck mal, du brauchst das, ich brauch das. Wie kommen wir denn jetzt zusammen?" Dann freuen die Kinder sich, wenn sie beitragen können. Julia Otterbein: Ja, genau, ne? Und es geht nicht um dieses so: „Und so muss es jetzt laufen", ne? Ähm, weil da kommen wir dann ganz schnell schon in diese Grenze zu, ja, dann doch gewaltvoller Sprache, ne, wo wir als Eltern vielleicht die sind, die irgendwie meinen, sie müssten den Weg vorgeben und alles im Griff haben drumherum, sondern, ne, ich finde, GFK gibt einem halt auch die Möglichkeit zu sagen: „Du, ich weiß jetzt auch nicht, was die beste Lösung ist, aber lass uns mal gemeinsam danach suchen", so, ne? Und da auch gar nicht, ja, in so 'ner dauerhaft souveränen Position sein zu müssen als Eltern oder so, ne? Trotzdem tragen wir natürlich Verantwortung für bestimmte Dinge und da kommen wir auch gleich noch drauf, aber, ähm, in vielen Momenten ist es auch nicht nötig. Da können wir auch gemeinsam schauen, wo der Weg langgehen kann, ne? Christin Wander: Richtig, richtig. Julia Otterbein: Ja. Genau. Ja, ich hab's ja schon angedeutet und, äh, wer die letzte Folge auch gehört hat, der weiß es. Da hab ich ja über Gewalt in der Elternschaft gesprochen, über die verschiedenen Formen, wie das aussehen kann, die innere Not von Eltern, die dazu führt, dass wir zu Mitteln greifen, die wir vielleicht gar nicht nutzen wollen und aber auch, was das für Auswirkungen auf Kinder hat. Und in der GFK gibt's ja auch den Begriff der schützenden Gewalt und das wollt ich jetzt gern auch noch mal mit dir besprechen. Äh, das klingt ja irgendwie erst mal widersprüchlich, schützende Gewalt. Ähm, was meint Marshall Rosenberg damit oder was verstehst du darunter? Christin Wander: Ähm, also es gibt diese schützende Macht, ähm, die in der gewaltfreien Kommunikation, ähm, da nutze ich meine Macht aus, um eben etwas zu tun. Und, ähm, ich als Mutter hab natürlich eine Macht meinen Kindern gegenüber. Ich bin größer, ich bin älter, ich hab den Überblick über die Lebenszusammenhänge, die meine Kinder vielleicht noch nicht haben. Und dementsprechend hab ich eine Machtposition und, ähm Der ich mir bewusst sein kann und, ähm, die ich nicht ausnutzen werde oder versuche nicht auszunutzen. Und, ähm, da geht's-- bei schützender Macht geht's 'n bisschen darum, dass ich zum Beispiel, wenn mein Kind, wenn ich mit meinem Kind an der Straße entlanglaufe und mein Kind rennt los und rennt auf die Straße, dann nutze ich meine körperliche Macht, meine körperliche Kraft, mein Kind festzuhalten, damit es nicht auf die Straße rennt. Und, ähm, im Sinne der gewaltfreien Kommunikation, ähm, halten wir das Kind fest. Es wütet dann vielleicht und ist wütend, ist sauer und sagt: „Lass mich los, ich will nicht festgehalten werden." Und, ähm, wenn ich meine Macht, meiner Macht mir bewusst bin, dann kann ich trotzdem dem Kind, äh, zugestehen: „Ja, das findest du jetzt doof, dass ich dich festhalte. Versteh ich. Das darf auch so sein. Findest du doof, dass ich dich grade so fest-- Hat's dich erschreckt. Das willst du gar nicht. Du willst selber entscheiden." Dann sieht man das Kind, was es tun wollte, sieht es in dem, wie es grade ist und lässt aber die Verantwortung bei sich selber. Was aber leider ganz oft passiert, ähm, ist, dass man 'n Kind zurückreißt und sagt: „Ich hab dir doch schon fünfmal gesagt, du sollst nicht auf die Straße rennen." Und, ähm, das ist dann tatsächlich wieder Gewalt, verbale Gewalt, ähm, weil das Kind hat es ja nicht mit Absicht gemacht. Also hat ja nicht mit Absicht über die Straße gerannt und wollte uns verärgern, sondern es hat vielleicht auf der anderen Seite den Papa gesehen oder 'n Hasen gesehen oder was auch immer. Es hat einfach noch nicht, ähm, diesen Lebenszusammenhang: Da ist die Straße, da muss ich immer aufpassen, egal was auf der anderen Seite ist. Genau und jetzt hab ich grade den Pfand vor Augen. Julia Otterbein: Nee, also das ist doch super. Ist 'n total griffiges Beispiel, was natürlich auch oft gebracht wird, ne. Ähm, gibt sicherlich auch noch andere Situationen. Ähm, mir fällt grade noch ein, ähm, wenn Kinder Medikamente nehmen müssen, weil sie krank sind und wir für ihre körperliche Gesundheit ja auch verantwortlich sind als Eltern, ne, und da auch 'n guten Weg zu finden, aber letztendlich dafür zu sorgen, dass diese Medizin genommen wird, wenn so sie denn notwendig ist, ne. Auch da kann man ja wieder gucken, was ist wirklich notwendig, ne? Ähm, oder was ist n-noch 'ne andere Form, die jetzt, ja, beim Heilen unterstützen kann. Da gibt's ja auch Krankheiten und es gibt Krankheiten so, ne, ähm, die man unterschiedlich, ähm, mit denen man unterschiedlich, ähm, umgehen kann, ne. Aber letztendlich, ja, es ist halt ein, ein Eingreifen, ohne dass es dann, ja, mit 'nem gewaltvollen Kommentar noch hinterher, so wie du's eben grade deutlich, ähm, gezeigt hast, wie's halt oft passiert, ne. Ähm, und auch nicht irgendwie als 'ne Strafe, sondern wirklich als 'n Schutz, ne, als die Umsetzung von Schutz, wo wir ja den Auftrag auch haben. Klar, logisch, ne, mit unserer Erfahrung eben und, ähm, da lässt sich das halt auch nicht, das lässt sich nicht wegdiskutieren, ne. Das hab ich in der letzten Folge auch gesagt, diese sogenannte strukturelle Gewalt, weil wir einfach als Erwachsene natürlich in einer Hierarchie den Kindern gegenüberstehen letztendlich, Christin Wander: ne. Und ich finde, dieser Punkt ist auch ganz arg wichtig, weil wenn wir diese Verantwortung nicht übernehmen, wenn wir, ähm, sagen, okay, wir lassen unserem Kind in jed-jeder, ähm, Situation die freie Wahl, ähm, dann ist es auch 'ne Art von Gewalt, weil Kinder können eben, haben noch nicht diesen Überblick über die Lebenszusammenhänge. Die können noch nicht verstehen, dieses Le-, äh, Medikament ist lebensnotwendig. Das verstehen die noch nicht. Also je nach, nach Alter natürlich auch, ja. Ähm, und da ist es wichtig, dass wir dann sagen: „Du hast keine Wahl. Du musst dieses Medikament nehmen." Und dann gemeinsam einen Weg zu finden: Wie kann man es dem Kind so angenehm wie möglich machen, etwas zu tun, was es eigentlich nicht will? Und ja, da auch gibt es wieder einen Riesen Blumenstrauß voller Möglichkeiten und da dürfen wir kreativ werden. Auch Thema Zähneputzen ist ja auch, ähm, eine, ein, ein Thema, was viele Eltern haben. Mein Kind will keine Zähne putzen, es gibt jeden Abend Theater und es ist wichtig, dass wir Eltern die Verantwortung übernehmen und sagen: „Wir diskutieren nicht dadrüber, ob Zähne geputzt werden oder ob nicht, aber wir können gerne dadrüber sprechen, wie wir es machen. Wir können gerne die Zahnbürste aussuchen, wir können gerne unterm Esstisch Zähne putzen oder im Bad oder in der Küche oder da dürfen wir ganz kreativ sein. Aber ganz klar auch klar dem Kind sagen: Wir diskutieren nicht, ob wir Zähne putzen oder ob nicht. Julia Otterbein: Mhm. Ja, dann gibt es ja so Situationen, wo man dann, ja, vielleicht auch erst hinterher so merkt: Ah, Mist, das war jetzt eigentlich auch an der Grenze so, ne. Also woran können Eltern denn erkennen, ob sie grade schützend handeln oder ob da schon was anderes mitschwingt? Christin Wander: Ich glaube, es ist immer gut und ratsam, sich selbst zu reflektieren. Wenn, ähm, ich merke, dass ich mich selber unwohl fühle oder ich mir selber Gedanken mach: „Ah, war das jetzt gut oder war das nicht gut?“, ähm, dann lohnt sich's immer, da noch mal hinzuschauen, ja. Und, ähm, dann auch noch mal ins Gespräch zu gehen mit dem Kind und auch vielleicht zu sagen: „Du, ähm, ich merk grade, irgendwie fühl ich mich jetzt nicht mehr so wohl, wie ich das gemacht habe. Und ich bedauer das grade.“ Und ich persönlich find das unglaublich wichtig, dass wir unseren Kindern in dieser Hinsicht oder generell immer ehrlich begegnen auch. Wir sind nicht perfekt. Kein Mensch ist perfekt. Und, ähm, ich glaube, es ist so, so wichtig, unseren Kindern zu zeigen, dass wir eben nicht perfekt sind, dass wir Fehler machen und dass wir Fehler machen dürfen und dass wir Fehler wieder gut machen können. Ähm, ich glaube, für Kinder, die ein perfektes Elternteil haben, ist es ganz schön anstrengend. Julia Otterbein: Das ist auch mal 'ne spannende Perspektive. Ja genau, ne, weil wie viele Eltern haben das so vor Augen, ne, und gucken sich noch, äh, 27 Reels auf Instagram an mit den sieben besten Tipps für tralala und wenn ich das so mache, dann bin ich die perfekte Mutter und so, ne. Und ja, aber dass Kinder eigentlich gar nichts davon haben, wenn das zu glatt ist, sag ich mal, ne. Und wenn da irgendwie, ja, wenn da auch nie 'n Konflikt oder irgendwas ist, sondern ja, eben dieses, äh, was auch einigen Eltern ja passiert, so dieses immer nach den Bedürfnissen der Kinder gucken und nie nach den eigenen und so und, und dann läuft ja alles gut, dann passiert wahrscheinlich wenig, außer vielleicht trotzdem so in diesen klassischen Phasen, in denen dann doch so Gefühlsdurchbrüche irgendwie häufiger vorkommen. Aber, ähm, ja, ne, also wir, wir müssen ja auch lernen, wie wir uns miteinander auseinandersetzen in 'ner guten Art und Weise, ne, in 'ner wertschätzenden Art und Weise zu sagen: „Ich würd's jetzt so machen, du möchtest es anders machen. Wie finden wir jetzt 'ne Lösung?" Ne, das ist ja 'ne ganz wichtige Kompetenz, die sie dann auch in den anderen Zusammenhängen, in denen sie außerhalb unserer Familie unterwegs sind, absolut davon profitieren, ne. Christin Wander: Ja, ja. Und eben, wie gehen wir mit Fehlern um? Ja, also das ist ja auch einfach 'ne, 'ne wichtige Kompetenz und wir lernen ja aus Fehlern. Ähm, wir können aus Fehlern lernen, wie wir's besser machen können. Und, ähm, 'n sehr geschätzter GfK-Kollege von mir, der Frank Noe, ähm, der sagt so gerne: „Scheiter, heiter." Und ja, jedes Scheitern auch ein Stück weit zu feiern, zu sagen: „Ah, okay, Mist, okay, jetzt bin ich gescheitert. So will ich's eigentlich nicht haben. Was kann ich daraus lernen für die Zukunft? Wie kann ich dann mit meinem Gegenüber wieder ins Gespräch kommen? Wie kann ich mein Bedauern ausdrücken?" Und dieses Gespräch, ähm, sorgt ja wieder für eine noch tiefere Verbindung. Und wenn ich mei-mein Bedauern meinem Kind gegenüber ausdrücke und sage, mein-- zugestehe, ich hab da 'n Fehler gemacht, ja, dann bin ich noch tiefer mit meinem Kind verbunden. Und das wollen wir doch. Wir wollen so gerne mit unseren Gegenübern, mit unseren Kindern verbunden sein Julia Otterbein: Ganz genau, ne. Das hast du ja gleich am Anfang auch gesagt, ne, dass dafür diese Haltung der GFK, ne, dass das, ja, so 'ne gute Basis dafür sein kann, mit uns selbst verbunden zu sein, mit den Kindern verbunden, mit all den Menschen uns rum verbunden zu sein, auch auf so 'ner, ja, auf so 'ne, so 'ne gesunde und gewinnbringende Art und Weise für, für beide Seiten so, ne. Also, ja. Christin Wander: Genau. Und was ich zum Scheitern noch sagen möchte, ist, ähm, dass wir milde mit uns sein dürfen. Wir machen das ja nicht, weil wir unseren Kindern schaden wollen. Also das wollen wir ja nicht. Ähm, es ist passiert, weil aus unterschiedlichen Gründen, weil wir vielleicht anders aufgewachsen sind, weil wir vielleicht grade völlig überlastet sind, weil unser Nervensystem vielleicht grade mega angespannt ist. Und wir dürfen da sehr milde mit uns sein, dürfen uns in den Arm nehmen und so mit uns selber umgehen, wie wir's mit 'ner besten Freundin machen würden. Wir würden einer besten Freundin, die uns erzählt, von ihrem Fehler erzählt, würden wir nicht sagen: „Aber da hast du ja wirklich jetzt, ähm, ins Klo gegriffen und das darfst du aber nie wieder machen, du, du, du." Das sagen wir ja nicht, sondern wir sind, wir nehmen sie in den Arm und sagen: „Boah, ist grad total viel bei dir, gell?" Und genauso dürfen wir auch mit uns selber sprechen. Und gleichzeitig dürfen wir aber auch Verantwortung dafür übernehmen. Und dass wir uns zwar in den Arm nehmen und milde mit uns sind und gleichzeitig daran arbeiten, dass solche Fehler nicht noch mal passieren. Julia Otterbein: Mhm. Ja, ganz wunderbar. Du hast jetzt quasi wirklich die Überleitung geschafft zu dem nächsten Punkt, den ich eh ansprechen wollte, ne. Also, ähm, genau, dieses, wenn wir mit uns gut im Kontakt sind, wenn unser Nervensystem in einem regulierten Zustand ist, ne, dann können wir, das haben wir alle sicherlich schon beobachtet, ne, dass wir in manchen Situationen auch total gut damit umgehen können, wenn unser Kind, ja, grade wütet oder irgendwas, ne, nicht so läuft, wie's laufen sollte und man da irgendwie in 'ner Situation ist, die man jetzt irgendwie gemeinsam lösen muss. Und wenn wir da aber, ja, weiß ich nicht, grade aus 'nem entspannten Zustand kommen, ähm, nicht abgehetzt von der Arbeit oder wie auch immer, ähm, dann gelingt uns das ja viel, viel besser. Jetzt ist aber halt trotzdem die Frage: Es gibt ja nun mal auch die anderen Situationen, in denen das nicht der Fall ist, ne, in denen uns der Alltag so viel Abfall verlangt, in dem wir vielleicht auch einfach grade zwischen zwei Kindern hin- und herspringen müssen, dass einer dies und braucht da Begleitung und das andere, ja, hat auch 'n Bedürfnis, äh, was irgendwie relativ schnell, ähm, 'ne Antwort braucht zumindest, ähm Was würdest du denn, ähm, Eltern empfehlen, wenn sie so merken, so: „Oh, da spitzt sich jetzt grade was zu" und gibt's irgendwas, was man noch tun kann, bevor man überhaupt mit dem Kind spricht? Also irgend'ne kleine, ähm, ja, 'n Anker oder irgendwie was, was du gerne empfiehlst, ähm, ja. Christin Wander: Ich hab für mich aus der GFK gezogen, ähm, Selbstempathie vor Fremdempathie. Wenn ich merke, dass mein Kind grade, ähm, 'n Wutanfall hat und, ähm, oder ich sehe das und ich merke, oh, ich merk selber, wie, wie mein Herz schneller schlägt und dass ich dann erst mal so, erst mal atme, erst mal bei mir bleibe. Immer, ja, wenn ich in meiner Kraft steh, dann kann ich meiner, meinen, meinen Kindern oder meinem Partner oder Freundinnen helfen. Wenn ich selber am Limit bin, kann ich niemandem mehr helfen. Und für mich ist die gewaltfreie Kommunikation auch Entschleunigung. Eben erst mal diesen tiefen Atemzug zu machen. Erst mal . Und da hat mir einfach ganz viel der Freel-Ansatz geholfen, ja, wo wir dann, ähm, in unseren Körper reinspüren. Was passiert denn da? Denn dass ich das erst mal wahrnehmen kann, oh, mein Herz schlägt grad ganz schnell. Ich fang an zu schwitzen, weil mir das alles zu viel wird. Ich selber muss grade Abendessen machen, mein Kind hat 'n Wutanfall und die Hausaufgaben sind auch noch nicht gemacht und der Müll muss auch noch rausgebracht werden und meine, meine Abgabefrist für die Arbeit hab ich auch noch nicht eingehalten. So, das erst mal wahrzunehmen, was in meinem Körper passiert und erst mal, ja- Atmen, zu spüren, wahrzunehmen und zu sagen: „Ja, das ist ganz schön viel." Und da sehen wir, wir sehen dann unsere eigenen Bedürfnisse und allein, dass wir sie sehen, bringt Entspannung. Ich brauche Klarheit, ich brauche Entspannung, ich brauche Struktur, ich brauche Unterstützung vielleicht auch. Das alles zu sehen in dem Moment, wo's grade ganz trubelig ist, bringt schon wieder so viel Ruhe in meinen Körper rein, dass ich wieder klar denken kann und dass ich dann sagen kann: „Okay, was mache ich zuerst?" Herd ausschalten und mich dann um den Wutanfall meines, meiner, meines Kindes kümmern. Zum Beispiel. Oder vielleicht sieht's auch anders aus. Julia Otterbein: Mhm. Ja, genau. Ja, super spannend. Ähm, wir haben jetzt hier, äh, im Podcast nicht das Video, was ich grade, äh, nämlich sehen konnte, dass Kristin beim Erzählen ganz viel die Hand auf ihr Herz gelegt hat, auf ihren Brustraum. Und, äh, ja, das oder vielleicht auch die Hand auf den Bauch oder so. Das kann ja tatsächlich also 'n richtig echter körperlicher Anker sein, ne, zu sagen: „Okay, gut, wenn ich das Gefühl habe, es wird mir grade hier alles zu viel", wirklich einmal kurz diesen Kontakt mit sich durch die Hand auf irgendeiner Stelle, die einem wohltut. Das darf ja jeder auch für sich entscheiden, was das sein kann. Und dann kann ich mir halt auch vorstellen, ist das auch durchaus, wenn man das regelmäßig macht, für die Kinder auch erkennbar. „Ah, guck mal. Ah, okay, ne, bei Mama ist grad auch bu, ne, aber das, das ist was, was hilft" und vielleicht hilft es auch deinem Kind, ne? Ähm, ne, in den körperlichen Kontakt zu kommen, auch um die Wut oder was auch immer grade, äh, präsent ist, zu begleiten oder so, ne. Weil das ist, glaube ich, schon, du hast jetzt ganz viele, äh, Bedürfnisse dann gleich genannt oder, ne, das so schön sortiert, ne. Das sind natürlich Dinge, da darf man gerne hinkommen. Das ist das, was man-- Das ist der Gewinn dessen, wenn man, ähm, ja, in so 'n Prozess geht der eigenen Entwicklung und der Reflexion, da, ähm, ja, mehr und mehr sich besser kennenzulernen, aber das wird ja vielen Eltern am Anfang erst mal gar nicht gelingen und deswegen, glaube ich, ist es tatsächlich so dieses, ha, Hand aufs Herz legen, diesen Atemzug, das ist wirklich was, was man immer noch mal machen kann, bevor man dann sagt: „Okay, Herd ausschalten, mich dem Kind zuwenden und alles andere ist grad nicht ganz so wichtig", sozusagen, ne. Christin Wander: Ja. Ja. Julia Otterbein: Ja. Christin Wander: Mir hilft auch immer, ähm, dieser Kontakt, ähm, Füße und Boden. Den wahrzunehmen. Und ich lauf gerne barfuß oder mit Socken, deswegen ist es für mich recht leicht, den Boden, ähm, wahrzunehmen. Ähm, Schuhe sind ja dann doch egal welcher Untergrund bleibt. Ähm, aber durch dieses Barfußsein oder sockig sein, ähm, merkt man, ähm, den glatten Flie-Fliesenboden, die kalten Fliesen oder das etwas wärmere Holz. Und das ist auch was, was mich so'n bisschen innehalten lässt und wieder in meinen Körper kommen lässt. Julia Otterbein: Mhm. Christin Wander: Ja. Julia Otterbein: Ja. Und eben auch schon die Selbstregulation einleitet, ne? Das wird nicht dafür sorgen, dass du jetzt wieder in 'nen völlig entspannten Zustand kommst, aber zumindest in einen Bereich, in dem du wieder handlungsfähiger wirst und wo du siehst, okay, diese vielen Aufgaben, ich kann jetzt doch zumindest eine erste Entscheidung treffen, ähm, wem ich jetzt hier den Vorrang gebe. Da weiß ich immer noch nicht, wie die Gesamtlösung aussieht und wie ich das mit der, äh, Arbeitsfrist dann noch einhalte oder so, ne. Aber das ist jetzt auch grade nicht das dringendste Problem so, ne. Richtig. Genau. Ne, also da auch nicht zu viel zu erwarten, ne. Und, äh, gleich wieder in diese, in dieses, in diese Vorstellung der perfekten Mutter wieder zu rutschen, äh, weil ich jetzt mal eben schnell drei Regulationsübungen, äh, abgespult habe sozusagen, ne. Also auch an der Stelle ist das nicht der Schlüssel zum Erfolg. Also auf der einen Seite ist er das, aber nicht in dieser, äh, superschnellen Umsetzung und, ähm, im, im Sinne von so 'nem Quick Fix, sag ich mal, ne. Christin Wander: Ja. Julia Otterbein: Ja, genau. Ja, super spannend. Vielen, vielen Dank, ne. Also da merkt man halt auch so, wie sich das so gut ergänzt mit diesem Ansatz von Frehl und, äh, GFK ist ja ein Teil davon so, ne. Ähm, ja, dass es gar nicht nur in Anführungszeichen auf die Sprache, auf das Miteinander mit, äh, im Kontakt sein, ähm, über Sprache, ähm, ist, was man ja vermuten kann bei gewaltfreier Kommunikation, sondern eben, ja, dieses mit sich verbunden sein, sich regulieren, um dann in einer friedvollen Art und Weise im Kontakt sein zu können so. Christin Wander: Ja. Und das ist so wichtig, weil, ähm, wenn ich lerne, wie und ich viel darüber lese, über gewaltfreie Kommunikation zum Beispiel oder bedürfnisorientierte Erziehung und ich dann für mich im Kopf einen Plan habe, wie möchte ich's denn gerne haben? Wie möchte ich denn gerne mit meinen Kindern umgehen? Ähm, dann weiß ich das zwar alles, aber wenn mein Nervensystem im Alarmzustand ist, dann kann ich auf dieses Gelernte gar nicht zugreifen, sondern dann gehe ich ganz schnell wieder auf die uralte Autobahn, die ich kenne von früher und die mach-- die-- da fahr ich. Da brauche ich keine Anstrengung, die flutscht einfach. Deswegen rutsche ich dann so schnell immer in alte Fahrwasser. Und je mehr wir versuchen, unser Nervensystem zu regulieren, desto mehr kann ich eben auch neben der Autobahn fahren, kann, ähm, kleine Pfade nehmen, kann neue Pfade Kreieren. Ja. Und aber nur dann, wenn eben mein Nervensystem reguliert ist. Deswegen hat mir persönlich, Frill, einfach unglaublich viel geholfen, noch mehr in die Haltung der gewaltfreien Kommunikation zu kommen. Julia Otterbein: Mhm. Genau. Ja, und sag's auch noch mal, ich glaub, wir hatten's schon so gesagt, ne, oder du ganz am Anfang in deiner Einleitung, ne, das wirklich als 'ne Haltung zu verstehen, nicht als 'ne Methode, die wir irgendwie, äh, abarbeiten. Das gibt es ja an der einen oder anderen Stelle auch zu lesen zur gewaltfreien Kommunikation in vier Schritten und so, ne. Das ist ja auch nicht falsch, aber das als Methode zu verstehen, lässt nicht die gesamte Wirkung sich entfalten, sagen wir's mal so, ne. Ja. Von daher genau find ich das ganz, ganz wichtig oder das ist mir auch sehr wichtig jetzt grade auch für diese gesamte, ähm, Podcast-Staffel, die ich grade mache. In allen Themen, überall wo wir so 'n bisschen genauer reingucken, kommt das immer wieder raus, ne, dass es eben um diese Haltung geht und auch da noch mal zum Thema, ne: „Ah, okay, das ist jetzt die Lösung, da muss ich hin. Wenn ich das dann perfekt bin, ne, dann ist ja alles super." Ja, auch das ist ja 'n Prozess, in so 'ne Haltung reinzuwachsen, ne, und sich da auch mit Wohlwollen zu begleiten. So wie du's eben gesagt hast, ne, dann passiert wieder was. Also, ne, nur weil wir das verstanden haben, heißt das ja nicht, dass wir immer in einem regulierten Zustand sind. Das wurs… auch überhaupt nicht nötig, ne. Es gibt ja auch Situationen, in denen es gut ist, dass wir aktiviert sind, wo's 'ne Gefahr abzuwenden gilt oder auch die Situation, die du grad geschildert hast, ne. Das passiert halt im wahren Leben, dass viele Dinge gleichzeitig passieren, auf die wir reagieren müssen und dann ist 'ne gewisse Anspannung im Nervensystem ja auch richtig und wichtig. Nur nicht dieses, dass wir komplett oben rausknallen, sag ich mal, ne. Und, ähm, ja, genau. Also da ist eben ein Prozess, in diese Haltung reinzufinden. Aber ich finde, wir können uns dann auch wirklich feiern für jede Situation, in der uns das schon mal gelungen ist, ne. Also da wirklich diesen Weg, diese Entwicklung, ähm, zu wertschätzen und zu sagen: „Guck mal, heute Nachmittag in der und der Situation, da hat's funktioniert." Christin Wander: Genau. Julia Otterbein: So. Christin Wander: Und sich da wirklich zu feiern und sich auf die Schulter zu klopfen und zu sagen: „Ja, das war gut." Und das wirklich zu zelebrieren auch. Ja, das ist ganz, ganz wichtig. Auch den Fokus, ähm, um den Fokus weg von dem zu lenken, was alles schlecht ist, hin dazu, was gut läuft. Und, ähm, das, was gut läuft, das bedeutet für jede Familie was anderes. Ich find, das ist auch noch mal wichtig zu, zu erwähnen, ähm, dass es nicht ein Rezept gibt und dann ist alles gut. Dann hast du die tolle kuschelige Familie. Nein, sondern ihr seid alle unterschiedlich. Wir sind alle unterschiedlich. Wir haben alle, ja, ähm, wir haben zwar alle die gleichen Bedürfnisse, aber in ganz unterschiedlichen Ausprägungen, in, zu ganz unterschiedlichen Zeiten. Und, ähm, jede Familie darf da ihren eigenen Weg finden und der eine ist nicht richtiger wie der andere, sondern du darfst einfach für dich und deine Familie deinen, euren Weg finden. Julia Otterbein: Mhm. Ganz genau, ne. Also das ist ja auch was, was wir in unseren Einzelbegleitungen immer, ja, ganz, äh, doll in den Vordergrund, äh, stellen. Nicht zu sagen: "Ich sag dir, wie's geht", ne, sondern wir gucken auf deine Situation, auf deinen Weg, auf deine Ressourcen, äh, mit denen du arbeiten kannst, um 'ne Lösung zu finden oder 'n besseren Weg zu finden, als wie's vielleicht bisher war, ne. Äh, also da und bis hin zu, ne, manchmal braucht es ja auch für verschiedene Kinder in einer Familie verschiedene Arten und Weisen, äh, es zu begleiten so, ne. Also da kann ich aus eigener Erfahrung sprechen. Ähm, wir haben zwei völlig unterschiedliche Typen von Kindern. Ähm, und wenn, wenn ich da jetzt nur so diesen einen Weg ansetzen würde, der würde weder dem einen noch dem anderen gerecht werden, vermutlich, ne. Und, ähm, ja, das ist einfach nicht, nicht das Ziel der Angelegenheit, ne. Und- Speaker: Ja … Julia Otterbein: ja, also ein, auf einen Aspekt, wo ich aber auch noch mal drauf eingehen wollte, ist, weil wir gerade gesagt haben, ne, sich zu feiern für das, wo's gut läuft, ähm, aber auch, ja, wahrzunehmen und, äh, uns nicht zu verurteilen dafür, dass es manchmal nicht so gut läuft, weil wir halt selber in, in 'nem Zustand waren, in dem's uns jetzt nicht besser möglich war, ähm, äh, auf, auf 'ne, ähm, gewaltfreie Art und Weise diese Situation zu lösen. Und da aber auch noch mal hinzugucken, dass das ja auch keine verlorenen Situationen sein müssen, sondern wo du ist jetzt halt schiefgegangen, Mist kommt wieder auf die Liste mit den Negativstrichenlisten sozusagen, sondern zu sagen: „Okay, mit 'n bisschen Abstand zu der Situation kann ich das ja auch noch mal- Nutzen klingt jetzt vielleicht 'n bisschen komisch, ne, aber so dieses hinterher wieder in Verbindung zu kommen nach dem, was passiert ist, was so nicht sein sollte. So warum sagst du, ähm, ist das auch noch mal wichtig oder kann das auch noch mal 'n ganz, äh, entscheidender, 'ne entscheidende Erfahrung auch für beide Seiten werden? Ähm, das dann nicht zu übergehen, zu sagen: „Ja gut, war Kacke. Lassen wir jetzt irgendwie, ähm, schlafen wir drüber und morgen machen wir irgendwie normal weiter", sondern noch mal zu gucken, okay, ähm, ja, was ist da eigentlich schiefgelaufen und wie, wie kann ich so was dann auch gestalten als Eltern? Christin Wander: Mhm. Also ich find es wichtig, dass wir, ähm, mit unseren Kindern noch mal dadrüber sprechen, einfach aus dem Grund, dass sie selber Sie merken ja in dem Moment, dass sich das nicht gut anfühlt, wenn ich geschrien hab oder sie vielleicht angeschimpft hab oder so. Die Kinder merken, das fühlt sich nicht gut an. Und wenn ich aber nicht dadrüber spreche, dann und das immer mal wieder passiert, ähm, dann lernen die Kinder: „Ah ja, okay, so reden Mütter mit ihren Kindern." Die verankern das. Und wenn dann unsere Kinder wieder Kinder kriegen, dann machen sie das Gleiche, weil so redet man ja mit Kindern. Wenn ich aber die Situation nachbespreche und zu meinem Kind hingehe und sag: „Oh, ich hab dich vorhin angeschimpft und ich fühl mich damit nicht wohl und weiß so, das ist nicht richtig. Ich darf dich nicht schimpfen, ich darf dich nicht anschreien, nur weil ich erwachsen bin. Das ist nicht richtig." Und gleichzeitig aber auch, ähm, nicht als, ja, also auch dem Kind zu erklären, warum ist es denn so weit gekommen. Und ohne dass man die Verantwortung abgibt, ja, aber halt dem Kind auch sagt: „Oh, weißt du, mir war das grade so viel, mir war das grade alles zu viel und ich hab völlig überreagiert und es tut mir so leid." Dann versteht das Kind, es hat nichts mit dem Kind zu tun. Das sind meine Themen, das sind meine Sachen, die, ähm, ich die Ohren habe, die mich haben schreien lassen, nicht das Kind. Und das Kind versteht, ich bin nicht schuld, dass die Mama geschrien hat. Und das ist auch richtig so. Das soll so sein. Ich habe die Verantwortung dafür, dass ich geschrien habe. Wenn wir aber mit den Kindern nicht dadrüber sprechen, dann geben sie, die Kinder sich selbst die Schuld. Ich bin schuld, dass es der Mama nicht gut geht. Ich bin schuld. Und das ist was, was viele von uns Frauen oder Eltern leider in uns tragen, dass wir schuld sind oder verantwortlich sind für die Gefühle anderer. Und wenn wir dadrüber sprechen, dann verstehen die Kinder eben, das ist so nicht. Julia Otterbein: Ja, genau, ne. Also das sind so 'n bisschen die zwei Ebenen, ne, dieses, das Kind aus der Verantwortung zu nehmen, s-und, äh, es nicht dazu zu zwingen sozusagen, dass es in diese logische Schlussfolgerung geht, was Kinder nun mal tun, weil sie abhängig sind von Erwachsenen, ne. Und zu sagen: „Okay, dann muss es ja an mir gelegen haben", ne. Und gleichzeitig auch dieses, diese Vorbildfunktion. Aha, okay, man kann sich mal überfordert fühlen vom Leben, ne. Und so 'n Erwachsenenleben ist offensichtlich anstrengend. Mhm, okay, ja, so, aber so kann ich damit umgehen, ne. Also da so 'n, 'n, ein Rollenmodell eben auch zu sein, ne. Weil das ist ja sonst das, was viele Eltern auch so verstecken, dieses, ne, und mal irgendwie, na ja, okay, mit 'm Kind und dann versuch ich, das alles hinzukriegen, aber dass wir abends so schlaks kaputt auf der Couch rumhängen, äh, das kriegen Kinder ja dann nicht mit, wenn sie schon schlafen, so ne. Also zumindest nicht bewusst, ne. Aber da auch zu sagen: „Du, ich bin einfach fix und fertig, auch nach so 'nem anstrengenden Arbeitstag, weiß ich nicht", ne. Und zu sagen: „Nee, also ja, ich würde jetzt gerne mit dir noch auf 'n Spielplatz gehen und rumtoben oder weiß ich nicht, aber ich schaff das jetzt nicht so", ne. Also auch da jetzt ohne 'nen Konflikt und so Situationen zu haben, ne, und einfach ehrlich zu kommunizieren, das eigene Bedürfnis oder die eigene Gefühlslage, zu sagen: „Boah nee, also heute geht echt gar nichts mehr. Meinst du nicht, wir finden was anderes, was wir zusammen machen können? Es geht ja gar nicht darum, dass ich jetzt nicht Zeit mit meinem Kind verbringen will, aber ich krieg jetzt einfach nicht mehr diese Energie aufgebracht", so ne. Christin Wander: Genau. Und ich find's halt auch wichtig, dass die Kinder sich nicht in ihren Gedanken dann verfangen. Weißt du? Dass eben nicht, ähm, der Gedanke kommt: „Oh, die Mama will gar nichts mit mir machen." Weißt du, wenn ich mit dem Kind spreche und sage: „Ich will was mit dir machen, nur die Strategie des Spielplatzes ist für mich grade nicht, ähm, stimmig", ja. Ähm, dann lernt das Kind auch, ähm, erst mal den Perspektivwechsel. Ja, ah ja, okay, der Mama geht's manchmal anders wie mir, weil aber Spielplatz ist doch toll und Spielplatz ist doch entspannend, ja. Ähm, die, ja, die Kinder werden dazu angeregt, okay, jeder Mensch ist anders, jeder Mensch hat andere Empfindungen und, ähm, eben sie machen sich nicht so 'n Konstrukt im Kopf, sondern sie kriegen Klarheit von uns. Und, ähm, das find ich unglaublich wichtig und vor allen Dingen, es regt auch an, ähm, dass die Kinder dann auch mal fragen, wenn man irgendwie-- Ich hab das manchmal, wenn ich dann so 'n bisschen grummelig und puddelig bin, ja, dass dann, ähm, meine Tochter mich fragt: „Mama, geht's dir grad nicht gut?" Weißt du, es regt halt auch an, Fragen zu stellen. Wie geht's dir denn grade? Brauchst du grade irgendwas? Wenn wir immer wieder dadrüber sprechen Julia Otterbein: Ja. Ja, wunderschön. Also, ne, das sind dann so, ich nenn sie gerne so die Sternstunden des Familienlebens, wo man dann echt so merkt so: „Hach, okay, ja, da ist was angekommen", ne. Das hat sich in Anführungszeichen gelohnt, ne. All die Situationen, die wir vorher hatten, ne, wenn jetzt irgendwann mal so 'ne Rückmeldung von meinem Kind kommt, wo ich sage: „Ah, okay, es ist, ne, da ist echt was passiert so", ne. Und, ähm, ja, auch in Stichwort Selbstwirksamkeit, ne, hast du ja auch, ähm, vorhin schon gesagt, ne. Also es macht ja auch Kinder handlungsfähiger, wenn sie da so 'ne Sprache und so 'n, wir reden über Dinge, die im Raum spürbar sind, ne. Ähm, aber wir reden darüber, ne. Und ich, ich kann mit 'ner Frage oder mit 'nem Vorschlag vielleicht was beitragen, auch als Kind zur, zur Lösung der Gesamtsituation, ne. Und da auch wieder 'n Stück weit dieses Machtgefälle ja aufzulösen. Es bleibt natürlich für bestimmte Situationen bestehen, aber, ähm, ja, die, die Kinder in so 'ne ermächtigte Position auch zu bringen, ne. Christin Wander: Ja, ja. Und das, was du grade gesagt hast, genau, die Kinder spüren's sowieso, dass irgendwie was grade nicht stimmt. Und dann können wir ihnen genauso gut Worte dafür geben. Speaker: Ja. Christin Wander: Und das macht's für sie auf jeden Fall leichter, das einzuordnen. Und natürlich reden wir mit unseren Kindern nicht über unsere tiefsten Probleme und Sorgen und Ängste. Aber es reicht auch schon zu sagen: „Oh, irgendwie mach ich's mir grade Sorgen. Aber danke, dass du fragst. Ich red mit Papa über meine Sorgen." Weißt du, das reicht schon. Wir müssen nicht in ins Detail gehen, aber die Kinder können dann einordnen: „Ah, okay, so sieht es also aus, wenn Mama sor-sich sorgt." Und- Julia Otterbein: Genau. Christin Wander: Ja. Julia Otterbein: Ja, so sieht es aus, wenn man-Mama sich sorgt und gleichzeitig signalisiert sie mir, dass sie sich selbst drum kümmert, ne. Also dann sind wir wieder an dem Aspekt, die Verantwortung auch zu übernehmen, ne, und es trotzdem mitzuteilen und, ähm, transparent zu machen. Ja, und, und, und Stimmungen und Dinge, die Kinder, Kinder insbesondere ja noch viel, viel mehr wahrnehmen als wir Erwachsenen, ne, ähm, dann eben dafür Worte zu geben, ne. Christin Wander: Ja. Julia Otterbein: Ja. Super spannend. Christin Wander: Auf alle Fälle. Julia Otterbein: Was würdest du sagen, ähm, die Folge ist jetzt ja schon lang genug, deutlich länger als so sonst meine Solo-Folgen sind. Das ist aber auch für Gesprächsfolgen ja auch völlig okay. Ähm, deswegen würde ich jetzt aber langsam mal so zum Abschluss kommen und ja, wollte dir einfach noch die Gelegenheit geben, ob's grade noch was gibt, wo du sagst, so das würde ich gerne jetzt so grad so zum Schluss vielleicht noch mal so als eine Botschaft, ähm, mitgeben. Oder gibt's noch irgendeinen Aspekt, den wir komplett übergangen haben? Dann, ähm, nehmen wir uns natürlich dafür auch noch Zeit. Christin Wander: Ah, ich glaub, wir haben jetzt schon so viel, ähm, miteinander ge-, ähm, besprochen und gesprochen. Ähm, ich glaube, ich möchte einfach noch mal, ähm, noch mal ausdrücken: Seid milde mit euch und bleibt dran. Gebt nicht auf und ihr werdet euren Weg finden. Julia Otterbein: Ja, das ist doch eine wunderbar ermutigende Botschaft, ähm, zum Ende, ähm, wo man ja vielleicht so zwischendurch oder auch im Zusammenspiel mit der Folge vorher echt so dachte: „Boah, ja ey, es gibt halt echt diese schwierigen Momente in der Elternschaft und ich scheiter so oft da dran", ne. Aber, ähm, wie hast du das gesagt? Heiter scheitern? Christin Wander: Genau, scheiter Julia Otterbein: heiter. Scheiter heiter, genau. Ähm, als Imperativ, genau. Ähm, vielleicht auch das, ne. Also ich glaub, da tun wir uns in Deutschland ja mit unserer Fehlerkultur, die wir so alle in unserer Sozialisation aufgenommen haben, nicht ganz so leicht, ne. Aber vielleicht, ja, kann auch dieser kleine Satz 'n gewisser Anker sein, den die Zuhörerin jetzt auch mitnehmen kann. Und, ähm, ja, was würdest du aber trotzdem auch, ähm, Müttern noch mitgeben wollen, die sich jetzt irgendwie so angesprochen fühlen und sagen: „Ach, das hört sich irgendwie spannend an", und, ähm, so, ähm, aber nicht so richtig wissen, wo sie anfangen sollen. Also bei mir gibt's ja zum Beispiel so 'n, ähm, kostenloses, ähm, kostenlosen Einstiegskurs, so 'n Minikurs, den man mal ausprobieren kann mit so Regulationsmethoden. Was gibt's denn vielleicht von deiner Seite aus, wo du gerne drauf verweist für 'nen Einstieg in? Christin Wander: Ja. Also, ähm, ich biete immer wieder, ähm, Einführungskurse in die gewaltfreie Kommunikation über die Volkshochschule Rastatt und Karlsruhe an. Ähm, da könnt ihr gerne mal auf meiner Homepage gucken. Da stehen immer die aktuellen Termine. Und, ähm, wenn man dann so 'ne Einführung gemacht hat, dann biete ich auch Übungsgruppen an, wo man regelmäßig üben kann, ähm, in die Haltung zu kommen und, ähm, ja, macht immer sehr, sehr viel Freude. Und ansonsten rege ich dazu an, ist denn jetzt, sind ja jetzt nicht so viele in Karlsruhe, ähm, aber es gibt in jeder größeren Stadt gibt's, ähm, 'n Netzwerk zur gewaltfreien Kommunikation. Es gibt ganz viele Online-Angebote zur gewaltfreien Kommunikation, teilweise auch kostenfrei. Es gibt, ähm, immer mal wieder so GFK-Tage, wo man in die GFK reinschnuppern kann, wo an einem Tag so ganz viele Kurzworkshops stattfinden. Ähm, da kann man für kleines Geld, ähm, teilnehmen und-- oder den, ja, verschiedene Podcasts zur gewaltfreien Kommunikation hören. Ähm, für mich persönlich ist die gewaltfreie Kommunikation unglaublich wichtig geworden. Ähm, und ich glaube, wenn die gewaltfreie Kommunikation, wenn sich jeder ein bisschen damit beschäftigen würde, wär die Welt auf jeden Fall eine bessere. Julia Otterbein: Ja, da, äh, muss ich dir zustimmen. Genau, also das, ähm, ja, grade eben in dieser Haltung, ne. Also wenn wir alle mehr so 'n bisschen diese zugewandte Haltung, ähm, kultivieren können und ich finde, das, ja, kann man einfach wirklich gut im persönlichen Kontakt, ne. Und deswegen find's auch so toll, dass du so Übungsgruppen anbietest oder dass es dieses Format grundsätzlich gibt unter euch GFK-Trainern. Ähm, ja, weil es ist natürlich schwierig, ne, wenn man das jahrelang die Autobahn gefahren ist, auf bestimmte Situationen so und so zu reagieren, sich neue Verhaltensweisen anzutrainieren. Äh, es ist immer gut, wenn man in Begleitung ist, in 'ner Gruppe, wo man das üben kann oder auch im eins zu eins, was wir beide ja nun auch anbieten, Menschen da ganz individuell durch ihre Prozesse zu begleiten. Mag ja auch für manche Leute nicht so einfach sein, sich in der Gruppe zu öffnen. Also da gibt es Möglichkeiten viele, die werd ich euch in die Show Notes verlinken, dass ihr da, ja, sowohl bei Kristin als auch bei mir, ähm, wisst, wo ihr anklopfen könnt. Und ja, dann bleibt mir nur, mich zu bedanken und nicht nur, sondern ja, mich ganz, äh, speziell bei dir zu bedanken, liebe Kristin, für dieses tolle Gespräch, für deine Impulse, die du reingebracht hast. Danke auch für dich, äh, an dich als Zuhörerin, dass du bis zum Ende dran geblieben bist. Und ja, wie gesagt, die Links pack ich alle in die Show Notes und dann freu ich mich, wenn du nächste Woche wieder reinhörst. Tschüss. Tschüss. Christin Wander: Und zum Schluss noch ein Hinweis. Julia Otterbein: Dieser Podcast, der wird durch dein Feedback und deine Erkenntnisse lebendig. Also lass mir gern eine Bewertung da, teile deine Gedanken entweder in den Kommentaren oder schick mir 'ne Nachricht. Und ja, mit einem Podcast-Abo und einer Fünf-Sterne-Bewertung hilfst du mir, auch noch mehr Mamas zu erreichen und diese wundervollen und bewegenden Gedanken rund um die friedvolle Elternschaft in die Welt zu tragen. Und denk daran, Frieden wächst von innen und strahlt in die ganze Familie. Bis zum nächsten Mal, deine Julia.